04:13 29 Oktober 2020
SNA Radio
    Аusland
    Zum Kurzlink
    Präsidentenwahl in Weißrussland (124)
    8620514
    Abonnieren

    Die weißrussische Ex-Präsidentschaftskandidatin und Oppositionsanführerin Swetlana Tichanowskaja hat dem Staatschef  von Weißrussland, Alexander Lukaschenko, ein Ultimatum gestellt. Die weißrussische Führung soll demnach bis zum 25. Oktober die Forderungen der Opposition erfüllen.

    „Zwei Monate politischer Krise, Gewalt und Gesetzlosigkeit sind vergangen - und wir haben genug davon. <...> Das Regime hat 13 Tage Zeit, um drei zentrale Forderungen zu erfüllen: Lukaschenko muss seinen Rücktritt ankündigen. Die Gewalt auf den Straßen muss vollständig aufhören. Alle politischen Gefangenen müssen befreit werden <...> Wir haben 13 Tage für die Vorbereitung und während dieser Zeit werden die Weißrussen ihren friedlichen, aber auch nachdrücklichen Protest fortsetzen ", teilte Tichanowskaja auf ihrem Telegrammkanal mit.

    Andernfalls drohten der Republik Massenproteste, ein nationaler Streik in Fabriken, Straßensperrungen und ein Einbruch der Verkäufe in staatlichen Geschäften. „Das eigene Volk nach Aussagen über die Bereitschaft zu Verhandlungen zu verprügeln, ist kein Dialog. Lukaschenko zerstört seine Zukunft und versucht, Beamte, Sicherheitskräfte und das gesamte belarussische Volk hinter sich her zu ziehen. Aber das werden wir nicht zulassen", betonte Tichanowskaja weiter.

    Zuvor hatte die weißrussische Opposition die inländischen Unternehmen bereits zum Aufstand aufgefordert. Einen umfassenden Streik hat es jedoch noch nicht gegeben.

    Unruhen in Weißrussland

    Bei den Präsidentenwahlen in Weißrussland am 9. August hatte Alexander Lukaschenko mit mehr als 80 Prozent der Wählerstimmen nach offiziellen Angaben zum sechsten Mal in Folge gesiegt. Die Opposition erkannte das Ergebnis nicht an und erklärte seine Herausforderin Tichanowskaja zur wahren Siegerin. Daraufhin kam es landesweit zu Protesten, die von den Ordnungskräften zunächst gewaltsam niedergeschlagen wurden. Die Opposition fordert seither Lukaschenkos Rücktritt, die Freilassung aller politischen Gefangenen und Neuwahlen. Die Proteste dauern seit fast zwei Monaten an.

    ekn/gs/sna

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren
    Themen:
    Präsidentenwahl in Weißrussland (124)

    Zum Thema:

    MdB Hansjörg Müller (AfD) zum Fall Nawalny: Die deutsche Seite will nicht kooperieren
    Hohe Corona-Zahlen: Drosten fordert „Mini-Lockdown“ und Lauterbach Kontrollen in Privatwohnungen
    Grenzverletzung verhindert: Su-27 verjagt französische Kampfflugzeuge – Video
    Tags:
    Präsidentenwahl, Alexander Lukaschenko, Weißrussland, Swetlana Tichanowskaja