07:16 23 Oktober 2020
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    Die neuseeländische Ministerpräsidentin Jacinda Ardern und ihre Labour-Partei haben am Samstag bei der Parlamentswahl in dem Pazifikstaat einen historischen Sieg geholt. Das gab die Wahlbehörde Neuseelands auf ihrer offiziellen Webseite bekannt.

    Nach der Auszählung von 100 Prozent der Stimmen kam demnach die regierende Labour-Partei auf 49,1 Prozent der Stimmen und gewann damit 64 der 120 Sitze. Die Mitte-Links-Partei kann in Zukunft alleine regieren, was es in Neuseeland seit Einführung des derzeit gültigen Wahlrechts im Jahr 1996 noch nie gegeben hat.

    Die konservative National-Partei mit ihrer Spitzenkandidatin Judith Collins holte nur 35 Mandate. Die Partei hatte von 2008 bis 2017 ununterbrochen regiert.

    Auf den Plätzen drei und vier landeten die liberale ACT-Partei beziehungsweise die Grünen. Beide können mit jeweils zehn Sitzen rechnen.

    Die 3,7 Millionen Wahlberechtigten stimmten in zwei Referenden auch über die Legalisierung von Cannabis als Freizeitdroge und über die Legalisierung von Sterbehilfe ab. Die Ergebnisse dieser Volksbefragungen sollen aber erst Ende Oktober veröffentlicht werden.

    Ardern: „Keine normale Wahl“

    Ardern hat wegen ihres Umgangs mit den Attentaten von Christchurch, bei denen ein Rechtsextremist aus Australien im vergangenen Jahr in zwei Moscheen 51 Muslime erschossen hatte, und wegen ihres erfolgreichen Kampfes gegen die Corona-Pandemie auch im Ausland viel Anerkennung gefunden.

    In ihrer Rede in der Stadt Auckland nach den Wahlen dankte die 40-jährige Politikerin den Unterstützern der Partei, den Abgeordneten und den Freiwilligen, die bei der Wahlkampagne halfen. Das Video erschien auf der offiziellen Webseite der Partei.

    Laut Ardern wird die Welt derzeit „immer mehr polarisiert“. Sie hoffe aber, dass die Wahlen gezeigt hätten, dass die Neuseeländer einander hören könnten.

    „Das ist keine normale Wahl gewesen, und dies sind keine normalen Zeiten“, so Ardern.

    Der Plan zur Entwicklung des Landes sei bereits im Einsatz. Nach dem Wahlergebnis habe aber die Partei nun das Mandat, die Maßnahmen in Antwort auf die Corona-Krise zu beschleunigen.

    Der Inselstaat ist bisher vergleichsweise sehr glimpflich durch die Pandemie gekommen und hatte jüngst zum zweiten Mal erklärt, das Virus unter Kontrolle zu haben. Bisher sind nach jüngsten Angaben der US-amerikanischen Johns Hopkins University (JHU) in Neuseeland 25 Menschen in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Mittlerweile ist das Land zu einer weitgehenden Normalität zurückgekehrt.

    mo/mt

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