06:55 22 Oktober 2020
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    Der Pressesprecher der russischen Botschaft in Frankreich, Sergej Parinow, hat gegenüber der Nachrichtenagentur RIA Novosti die brutale Ermordung eines Lehrers im Pariser Vorort kommentiert.

    Der Tatverdächtigte war nach Behördenangaben 2002 in Moskau geboren worden. Er soll tschetschenischer Herkunft gewesen sein.

    „Nicht der Geburtsort ist wichtig, sondern wo er radikalisiert worden ist und den Weg zum Terror eingeschlagen hat, dessen alle Formen Russland immer konsequent verurteilt“, betonte Parinow.

    2008 sei der mutmaßliche Täter mit seiner Familie, die einen Asylstatus beantragt habe, nach Frankreich gekommen.

    „Sie lebten in Frankreich mit einer langfristigen Aufenthaltserlaubnis“, so der Diplomat unter Berufung auf französische Behörden.

    Der vermutliche Angreifer sei mit Dokumenten seiner Eltern registriert worden, bis er 18 geworden sei. Daraufhin habe er eine Aufenthaltsgenehmigung bekommen.

    Mord bei Paris

    Am Freitagabend war ein Lehrer in der Nähe einer Bildungseinrichtung in Conflans-Sainte-Honorine nordwestlich von Paris angegriffen und enthauptet worden. Der Lehrer soll im Unterricht beim Thema Meinungsfreiheit Mohammed-Karikaturen gezeigt haben. Der mutmaßliche Täter wurde dann von den Polizisten in einer Nachbargemeinde erschossen.

    Im Moment laufen Ermittlungen, die von der französischen Staatsanwaltschaft für Terrorbekämpfung geführt werden. Im Rahmen der Ermittlungen sind schon neun Personen festgenommen worden, darunter die Verwandten des vermutlichen Angreifers.

    Nach Angaben des Chefs der französischen Staatsanwaltschaft für Terrorbekämpfung, Jean-François Ricard, hatte der Tatverdächtigte einen Flüchtlingsstatus in Frankreich.

    Ricard zufolge fanden die Sicherheitsbehörden beim mutmaßlichen Angreifer eine bis März 2030 gültige Aufenthaltsgenehmigung auf den Namen von Abdulak Abuezidoewitsch A., der am 12. März 2002 in Moskau geboren wurde.

    mo/mt/sna

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