08:26 27 Oktober 2020
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    Eriwan und Baku haben sich nach Angaben des armenischen Außenministeriums auf eine humanitäre Waffenruhe geeinigt, die um Mitternacht am 18. Oktober in Kraft treten soll.

    Die Seiten seien zur Einigung auf der Grundlage der Vereinbarungen gekommen, die im Rahmen der Gespräche in Moskau am 9. Oktober erzielt worden waren.

    Am 9. Oktober hatten in Moskau auf Initiative des russischen Präsidenten Wladimir Putin Beratungen zwischen den Außenministern Russlands, Armeniens und Aserbaidschans zur Lage in der Region Bergkarabach stattgefunden. Die Gespräche hatten mehr als zehn Stunden gedauert und waren damit die längsten Verhandlungen in den letzten 20 Jahren.

    Als Ergebnis dieser Gespräche wurde ein Waffenstillstand in der Konfliktregion um Bergkarabach vereinbart, der um 12 Uhr (Ortszeit) am 10. Oktober in Kraft trat. Allerdings begannen die Parteien, sich gegenseitig Waffenstillstandsverletzungen vorzuwerfen.

    Eskalation im Südkaukasus

    Am 27. September hatte sich die Situation in der selbsterklärten Republik Bergkarabach zugespitzt. Zwischen Armenien und Aserbaidschan kam es zu schweren militärischen Auseinandersetzungen, die seitdem andauern. Auf beiden Seiten gibt es inzwischen Tote und Verletzte zu beklagen. Baku und Eriwan machen sich gegenseitig für die Verschärfung der Lage verantwortlich. Armenien rief wegen der Zuspitzung den Kriegszustand und eine allgemeine Mobilmachung aus. Das aserbaidschanische Parlament beschloss ebenfalls, in einigen Städten und Regionen das Kriegsrecht auszurufen.

    ac/mt/sna

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    Tags:
    Moskau, Gespräche, Einigung, Waffenruhe, Aserbaidschan, Armenien, Bergkarabach-Konflikt