03:34 28 Oktober 2020
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    Nach dem brutalen Mord an einem Lehrer in Conflans-Sainte-Honorine will der französische Innenminister Gérald Darmanin rund 230 Ausländer aus Frankreich abschieben lassen, die des Extremismus verdächtigt werden. Dies berichtet der Radiosender Europe 1.

    Demnach hielt Darmanin am Sonntag ein Treffen mit den Präfekten ab und will in naher Zukunft diese darum bitten, 231 Ausländer aus dem Lande auszuweisen. Sie sind im Datenregister zur Verhinderung der Radikalisierung von Terroristen (Fiché FSPRT) aufgeführt. Dem Radiosender zufolge befinden sich 180 davon schon im Gefängnis, 51 weitere sollen in den kommenden Stunden festgenommen werden.

    Brutale Ermordung eines Lehrers bei Paris

    Am späten Freitagnachmittag hatte ein Angreifer einen 47 Jahre alten Lehrer in Conflans-Sainte-Honorine nordwestlich von Paris angegriffen und enthauptet. Der mutmaßliche Täter wurde später von Polizisten in einer Nachbargemeinde erschossen. Der Lehrer hatte Anfang Oktober im Unterricht das Thema Meinungsfreiheit aufgegriffen und Karikaturen des islamischen Propheten Mohammed gezeigt.

    Der Tatverdächtigte Abdulak Abuezidoewitsch A. war nach Behördenangaben 2002 in Moskau geboren worden. Er soll tschetschenischer Herkunft gewesen sein und 2008 mit seiner Familie, die Asyl beantragt hatte, nach Frankreich gekommen sein.

    ac/mt/sna

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    Tags:
    Terrorverdächtigte, Extremismus, Ausweisung, Innenminister, Frankreich