02:49 25 November 2020
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    Amerikanische Truppen dauerhaft in Osteuropa stationieren – das Pentagon sieht da eine Möglichkeit. Nur: „Wer amerikanische Truppen bei sich zulässt, gerät in eine noch größere Abhängigkeit von den USA“, so ein Politologe im Sputnik-Gespräch.

    Das Pentagon prüft die Möglichkeit, amerikanische Truppen dauerhaft, statt nur auf Rotationsbasis in Osteuropa zu stationieren. Die Grundlage für die Überlegungen stellt das Abkommen zur militärischen Zusammenarbeit mit Polen dar. Zudem hat sich der amerikanische Verteidigungsminister Mark Esper kürzlich mit seinen Amtskollegen aus Rumänien und Bulgarien getroffen.

    „Es gibt die reale Möglichkeit, die 2. Kavalleriebrigade dauerhaft an der vordersten Linie in einigen dieser Länder zu belassen“, so Esper.

    Erst im vergangenen Sommer erklärte Washington, große Teile seiner Truppen aus Deutschland abzuziehen und in anderen europäischen Staaten zu stationieren: Vor allem weiter östlich, näher an den russischen Grenzen, hieß es vom Pentagon.

    Mit der angeblichen Notwendigkeit, Russland in Schach zu halten, habe diese Absicht der Amerikaner jedoch wenig zu tun, erklärt der Politologe Pawel Feldmann vom Institut für strategische Studien und Prognosen der Moskauer Hochschule RUDN: „Diese Initiative des Pentagons dient vordringlich dazu, die Treue und Verbundenheit der osteuropäischen Staaten ihrer verbündeten Großmacht gegenüber zu bestärken. Denn es gibt keinen besseren Treuebeweis als US-Truppen auf fremdem Boden. Ich möchte nur ungern von amerikanischen Besatzungstruppen in Osteuropa sprechen, denn das klingt zu sehr nach Kaltem Krieg. Aber im Kern ist es genau das. Länder, die amerikanische Truppen bei sich zulassen, geraten in eine noch größere Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten.“

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    Tags:
    Kriegsgefahr, Russland, Truppenentsendung, USA, Nato-Osterweiterung