16:02 25 November 2020
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    Nach jahrelangen Kämpfen haben sich die Konfliktparteien in Libyen auf eine Waffenruhe geeinigt. Alle ausländischen Kämpfer müssen das Land innerhalb von drei Monaten verlassen. Dies geht aus einer Mitteilung der amtierenden UN-Sonderbeauftragten für Libyen, Stephanie Williams, hervor.

    „Der Waffenstillstand in Libyen tritt unmittelbar nach der Unterzeichnung der Vereinbarung in Kraft. Die Parteien haben beschlossen, dass alle Militäreinheiten und bewaffneten Gruppen, die an vorderster Front stehen, in ihre Lager zurückkehren sollen. Die ausländischen Kämpfer sollen alle Gebiete Libyens verlassen. Dies sollte innerhalb von drei Monaten ab heute erreicht werden. Der Waffenstillstand gilt nicht für Gruppen, die von den Vereinten Nationen als Terroristen eingestuft wurden“, sagte Williams nach der Unterzeichnungszeremonie in Genf.

    Ihr zufolge waren sich die Parteien auch einig, dass von heute und bis zur Bildung der neuen Regierung alle Trainingslager für das Militär nicht mehr funktionieren sollen. Eine gemeinsame Polizeieinheit sollte ebenfalls eingerichtet werden, um die Einhaltung der Bestimmungen  zu kontrollieren.

    Der Bürgerkrieg in Libyen dauert seit dem Sturz des langjährigen Staatschefs Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 an. In Tripolis sitzt heute die international anerkannte Regierung des scheidenden Ministerpräsidenten Fajis al-Sarradsch, die mit einer Gegenregierung im Osten des Landes um die Macht konkurriert. Diese ist mit General Chalifa Haftar und der von ihm befehligten Libyschen Nationalarmee verbündet. Die Regierungstruppen werden von der Türkei und von Katar unterstützt, ihr Gegner - von Ägypten und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

    ekn/gs/sna

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    Tags:
    Waffenruhe, Libyen