13:01 04 Dezember 2020
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    Der mutmaßliche Attentäter von Nizza, ein 21-jähriger Tunesier, hat sich laut Berichten des Fernsehsenders „Al-Arabiya“  vor der brutalen Messerattacke in der Kirche Notre Dame mit seiner Familie in Verbindung gesetzt.

    „Er hat mir ein Bild geschickt, auf dem er vor der Kirche stand“, teilte der Bruder des Täters dem Fernsehsender mit.

    Außerdem habe der Verdächtige den Angehörigen seine Absicht offenbart, die Nacht in der Nähe von Notre Dame zu verbringen. Die Nachbarn der Familie wiesen darauf hin, dass der junge Mann zuvor keine Neigung zum Extremismus gezeigt hätte.

    Das Attentat in Nizza wurde am Geburtstag des Propheten Mohammed begangen. Der mutmaßliche Täter, der aus Tunesien stammen soll, soll „Allahu Akbar“ (arabisch für „Gott ist groß“) gerufen haben. Mit den Ermittlungen wurde eine Anti-Terror-Abteilung der Staatsanwaltschaft beauftragt. Frankreich rief die höchste Terrorwarnstufe aus, Staatspräsident Emmanuel Macron sprach von einem Terroranschlag.

    Erst am 16. Oktober hatte ein mutmaßlicher Islamist in einem Pariser Vorort einen Geschichtslehrer auf offener Straße mit einem Messer enthauptet. Der Lehrer hatte im Unterricht zur Meinungsfreiheit umstrittene Mohammed-Karikaturen aus dem Satiremagazin „Charlie Hebdo“ gezeigt.

    Präsident Macron verteidigte die Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen als Meinungsfreiheit und stellte Maßnahmen im Kampf gegen „islamistischen Separatismus“ vor. Es gehe darum, einen „Islam der Aufklärung“ aufzubauen und ihn von ausländischem Einfluss zu befreien. Auch die Finanzierung von Moscheen soll stärker kontrolliert werden.

    ekn/sna/gs

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    Tags:
    Enthauptung, Extremismus, Frankreich