11:46 04 Dezember 2020
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    Mehr als zwei Jahre nach dem tödlichen Brückeneinsturz in der italienischen Stadt Genua ist die Polizei gegen sechs ehemalige und aktuelle Manager des Autobahnbetreibers vorgegangen. Dies gab die Finanzpolizei in der ligurischen Hafenstadt am Mittwoch auf Twitter bekannt.

    Betroffen sind demnach drei ehemalige Top-Manager des privaten Betreibers und drei aktuelle Führungskräfte des Unternehmens Autostrade per l’Italia. Drei Personen seien unter Hausarrest gestellt worden. In drei Fällen seien andere juristische Einschränkungen verhängt worden, wozu etwa Tätigkeitsverbote gehören können.

    Laut den Behörden besteht der Verdacht des Angriffs auf die Verkehrssicherheit und des Betrugs bei öffentlichen Lieferaufträgen. Die Manager bestreiten demzufolge die Vorwürfe.

    Absturz der Morandi-Brücke

    Am 14. August 2018 brach in Genua die Morandi-Autobahnbrücke während eines heftigen und plötzlichen Sturms über einem Industriegebiet zusammen, während Dutzende Fahrzeuge auf der Brücke unterwegs waren. Autos und Lastwagen stürzten in die Tiefe.

    Die Tragödie forderte 43 Todesopfer. Hunderte, die unter der Hochbrücke wohnten, wurden obdachlos. Die Reste des Bauwerks wurden abgerissen. Im August 2020 ist der Neubau unter dem Namen Brücke San Giorgio eingeweiht worden.

    Die Staatsanwaltschaft in Genua ermittelt gegen mehr als 70 Menschen, teils Beschäftigte des Autobahnbetreibers, aber auch gegen andere womöglich Verantwortliche. Es besteht der Verdacht, dass es an der Brücke Wartungsmängel und andere Schwächen gab. Die Regierung in Rom ist dabei, die Besitzverhältnisse bei dem Unternehmen Autostrade per l’Italia zu verändern und es unter staatliche Kontrolle zu stellen.

    mo/mt/dpa

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