19:51 24 November 2020
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    Bei einer Veranstaltung, die an das Ende des Ersten Weltkriegs erinnerte und auf einem Friedhof in der saudi-arabischen Stadt Dschidda durchgeführt wurde, hat sich am Mittwoch eine Explosion ereignet. Unterschiedlichen Angaben zufolge erlitten dabei mindestens zwei Menschen leichte Verletzungen.

    Vertreter mehrerer Konsulate, darunter aus Frankreich, seien bei dem Gedenken auf einem nicht-muslimischen Friedhof in der Hafenstadt zur Erinnerung an das Ende des Ersten Weltkriegs dabei gewesen, folgt aus einem Statement, das auf der offiziellen Webseite des französischen Außenministeriums erschien. Die Veranstaltung sei von der französischen Botschaft organisiert worden.

    Laut der Behörde handelt es sich um eine Attacke, bei der ein Sprengsatz verwendet worden sei. Das Amt verurteilte den „niederträchtigen Anschlag“ und dankte den saudischen Einsatzkräften, die den Betroffenen geholfen hätten.

    Bei der Explosion sollen ein Angestellter der griechischen Botschaft und ein saudischer Wachmann verletzt worden sein, berichtet der Fernsehsender „Al Arabiya“ unter Berufung auf die örtlichen Behörden. Ein griechischer Offizieller sprach gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters über vier Verletzte, unter denen ein Grieche sei.

    In Dschidda war es erst Ende Oktober zu einem Angriff auf einen Wachmann vor dem französischen Konsulat gekommen. Der Wachmann wurde leicht verletzt, der Angreifer – ein saudischer Staatsbürger – wurde festgenommen.

    Spannungen wegen Mohammed-Karikaturen

    Nach dem brutalen Mord an dem Lehrer Samuel Paty durch einen mutmaßlichen Islamisten hatte der französische Präsident Emmanuel Macron mehrmals die Meinungsfreiheit und Veröffentlichung von Karikaturen des islamischen Propheten Mohammed in der Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ verteidigt. Der Lehrer hatte im Unterricht die Bilder als Beispiel für Meinungsfreiheit gezeigt.

    Macron stellte Maßnahmen im Kampf gegen „islamistischen Separatismus“ vor. Es gehe darum, einen „Islam der Aufklärung“ aufzubauen und ihn von ausländischem Einfluss zu befreien. Auch die Finanzierung von Moscheen soll stärker kontrolliert werden.

    Die Äußerungen des französischen Staatschefs zur Meinungsfreiheit und zum Islam hatten zwischen Frankreich einerseits und muslimischen Ländern andererseits für Missstimmung gesorgt.

    mo/mt/rtr

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