17:38 27 November 2020
SNA Radio
    Аusland
    Zum Kurzlink
    3138
    Abonnieren

    In der armenischen Hauptstadt Eriwan ist am Donnerstag erneut gegen die Handlungen des Ministerpräsidenten des Landes, Nikol Paschinjan, in Bezug auf Bergkarabach demonstriert worden. Nach Angaben eines Sputnik-Korrespondenten kam es dabei zu Festnahmen.

    Mehrere Hunderte Menschen versammelten sich demnach vor dem Operngebäude im Zentrum der Stadt und forderten Paschinjans Rücktritt. Schwer ausgerüstete Polizeieinheiten versuchten, die Demo auseinanderzutreiben. Einige Teilnehmer der Kundgebung wurden festgenommen.

    Schwerausgerüstete Polizeibeamte haben nach Angaben des Korrespondenten den Platz vor der Oper verlassen. Einige Stunden später kamen aber Tausende Protestler wieder auf den Platz.

    Am Mittwoch hatte bereits eine Massendemonstration gegen Paschinjans Politik stattgefunden. Zehn führende Vertreter der armenischen Opposition wurden festgenommen, darunter der ehemalige Chef des Nationalen Sicherheitsdienstes, Artur Wanezjan; der Chef der Oppositionspartei „Blühendes Armenien“, Gagik Zarukjan, sowie die ehemaligen Vize-Parlamentssprecher Ara Sahakian und Eduard Scharmasanow.

    Vereinbarung zu Bergkarabach

    In der Nacht auf den 10. November hatten Russland, Aserbaidschan und Armenien ein Abkommen über die Einstellung des Feuers in Bergkarabach unterzeichnet. Darin heißt es unter anderem, dass die aserbaidschanischen und armenischen Militärs in den von ihnen besetzten Stellungen bleiben und Gefangene austauschen sollen.

    Armenien soll die Bezirke Kəlbəcər, Laçın und Ağdam an Baku zurückgegeben. Darüber hinaus sollen in Bergkarabach russische Friedenstruppen stationiert werden.

    In Baku bezeichnete man die Vereinbarung als Kapitulation von Eriwan. Armeniens Premier Paschinjan sprach bezüglich des Abkommens von „einer äußerst schwierigen Entscheidung“. In der armenischen Hauptstadt kam es danach zu Protesten.

    mo/mt/sna

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Streit um Bundeswehreinsatz gegen türkisches Schiff: EU-Geheimdokument bringt neue Details ans Licht
    Corona-Pandemie in Deutschland: Passau verhängt Ausgangssperre
    Rohrlegeschiff „Akademik Cherskiy“ verlässt Mukran – nun auf dem Weg nach Kaliningrad
    Tags:
    Armenien