19:00 27 November 2020
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    Der Ex-Verteidigungsminister der Vereinigten Staaten Mark Esper hat nach Angaben der Zeitung „The Washington Post“ vor seiner Entlassung geheime Dokumente an Donald Trump geschickt, in denen er den US-Präsidenten vor möglichen Konsequenzen des bis Ende Dezember vorgesehenen Abzugs der US-Truppen aus Afghanistan gewarnt hat.

    Nach Gesprächen mit hochrangigen Militärbeamten habe Esper einen geheimen Brief an das Weiße Haus geschickt, berichtet „The Washington Post“. In dem Brief habe er seine Besorgnis über zusätzliche Ausgaben, ungeeignete Feldbedingungen und mögliche Schwierigkeiten für das US-Militär im Zusammenhang mit dem plötzlichen Abzug der US-Truppen aus Afghanistan zum Ausdruck gebracht. Diese Entscheidung könnte Esper zufolge sowohl den  Beziehungen zwischen den Alliierten Schaden zufügen als auch zur möglichen Unterbrechung der intra-afghanischen Verhandlungen führen, teilt „The Washington Post“ mit. 

    Am Montag gab Donald Trump die Entlassung von Esper bekannt und teilte mit, dass dessen Amt nun von  Christopher Miller übernommen werden solle. Miller war bisher Direktor des Nationalen Antiterror-Zentrums.

    Anfang Oktober schrieb Trump auf Twitter, dass „die kleine verbleibende Zahl der mutigen in Afghanistan dienenden Männer und Frauen“ bis Weihnachten wieder zu Hause sein sollte. Diese Aussage des US-amerikanischen Präsidenten kann unterschiedlich interpretiert werden –  als Wunsch oder als Ausdruck seiner Sicherheit, dass dies geschehen wird. Weihnachten wird  in den USA  am 25. Dezember gefeiert.

    Im September stellte US-Präsident Trump in Aussicht, dass künftig rund 4000 US-amerikanische Soldatinnen und Soldaten  in Afghanistan verbleiben sollten.  Im Oktober gab Trumps nationaler Sicherheitsberater Robert O'Brien jedoch bekannt, dass diese Zahl auf 2500 reduziert werden sollte.

    Im September wurden in Katar die ersten direkten Verhandlungen zwischen der afghanischen Regierung und den Taliban aufgenommen – zum ersten Mal seit Jahrzehnten. Ende Februar  war ein Friedensvertrag zwischen den USA und den Taliban geschlossen worden, der die Freilassung von Gefangenen vorsah. Diese Bedingung wurde erfüllt und ermöglichte dadurch den Verhandlungsprozess.

    ekn/sna/gs

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    Tags:
    Donald Trump, Mark Esper