04:19 25 November 2020
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    Geimpft wird in China aktuell nur in dringenden Fällen. Aber das Bedürfnis nach Sicherheit ist wohl groß, denn es hat sich dort laut „New York Times“ ein Schwarzmarkt für Impfungen gebildet – obwohl Studien zu den Impfstoffen noch nicht abgeschlossen sind.

    Die Phase-III-Studien chinesischer Impfstoffe sind nicht abgeschlossen und damit ist die Frage der Unbedenklichkeit wissenschaftlich noch nicht beantwortet. Dennoch haben sich seit dem Sommer bereits zehntausende gesunde Bürger der Volksrepublik in landesweiten Kampagnen mit drei von vier fortgeschrittenen chinesischen Impfstoffen impfen lassen.

    Corona-Impfstoff (Symbolbild)
    © REUTERS / Illustration / Dado Ruvic (SYMBOLFOTO)
    Die laufenden Impfungen sind zwar im Rahmen einer Notverordnung nur für besonders dringende Fälle gedacht. Dazu zählen auch chinesische Bürger, die im Rahmen ihrer Arbeit unbedingt reisen müssen, infolge der Pandemie aber nicht können.

    Zwischen 600 und 1500 US-Dollar pro Impfung

    Aber da die Angst vor Covid-19 in China bei vielen die Sorge um mögliche noch unbekannte Nebenwirkungen überwiegt, hat sich rund um die Notfallverordnung ein Schwarzmarkt für Impfungen herausgebildet, wie die „New York Times“ vom Mittwoch berichtet. Die Kosten für eine Verabreichung sollen dabei zwischen 600 und 1500 US-Dollar liegen. Regulär kostet eine Spritze dagegen lediglich um die 30 US-Dollar.

    Den Menschen in China scheint es nicht schnell genug gehen zu können mit der Impfung. Vertrauensbildend ist dabei auch der Umstand, dass sich Politiker und Führungskräfte des Landes bereits auf diese Weise vor Sars-CoV-2 geschützt haben.

    Allerdings ist ein solches Verhalten nicht ohne Risiko, da die Impfstoffe bisher nur die Phase-II-Studie hinter sich haben und erst die Phase-III-Studie darüber entscheiden, ob der Impfstoff wirklich sicher ist. Der Nutzen ist außerdem bei Chinesen, die nicht reisen müssen, fragwürdig, da die Zahlen in China sehr niedrig sind.

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    Tags:
    Corona-Impfstoff, Impfstoff, Pandemie, Coronavirus, Impfung, China