21:20 23 November 2020
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    Nach Angaben des italienischen Außenministers Luigi Di Maio wird Italien zu jenen Ländern gehören, die einen Impfstoff gegen Coronavirus als erste bekommen.

    „Italien ist an zwei internationalen Abkommen mit den Unternehmen Pfizer und AstraZeneca beteiligt, die bisher die größten Fortschritte bei den klinischen Prüfungen erzielt haben. Italien wird auf der Liste jener Länder sein, die als erste den Impfstoff bekommen werden“, sagte Di Maio gegenüber dem Radiosender Radio Anch'io.

    Allerdings beruhen die Erklärungen von Di Maio nicht nur auf den Abkommen mit Pfizer und AstraZeneca, sondern auch auf dem nationalen Impfplan, der von Domenico Arcuri, dem Covid-Notfallkommissar, entwickelt worden war. Im Dokument, das am Donnerstag veröffentlicht wurde, heißt es, dass Italien bis Ende Januar 3,4 Millionen Dosen des Pfizer-Impfstoffs bekommen soll, so dass 1,7 Millionen Menschen gegen das neuartige Coronavirus geimpft werden können.

    In diesem Zusammenhang wies Arcuri darauf hin, dass die erste Phase der Impfung an „solchen Orten stattfindet, die während der Pandemie zum wichtigsten Verbreitungskanal des Virus geworden sind, wie Krankenhäuser und Pflegeheime“. Nach der ersten Phase würde die Impfung landesweit erfolgen, wobei Risikogruppen, insbesondere ältere Bürger sowie Patienten mit chronischen Krankheiten, Vorrang haben würden.

    Zuvor hatte Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte mitgeteilt, dass die Arbeit an dem nationalen Impfplan bereits Anfang November stattgefunden habe, wobei die erste Charge des Corona-Impfstoffs im Dezember zur Verfügung stehen sollte. Allerdings hatte Conte damals gesagt, dass eine Massenimpfung im Lande erst im Frühling stattfinden werde.

    Laut der Umfrage, die vom italienischen Meinungsforschungsinstitut „Ipsos“ durchgeführt wurde, sind im Moment nur 37 Prozent der Italiener bereit, sich gegen Coronavirus impfen zu lassen. Dabei gaben 47 Prozent der Befragten an, dass sie zur Impfung gegen Coronavirus bereit seien, aber warten wollten, bis sie sich der Wirksamkeit des neuen Impfstoffs vergewissern würden.

    ac/mt

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    Abkommen, Pfizer, Lieferungen, Corona-Impfstoff, Italien, Luigi Di Maio