06:13 03 Dezember 2020
SNA Radio
    Аusland
    Zum Kurzlink
    53514
    Abonnieren

    Frankreich wird laut seinem Außenministerium der vom Bergkarabach-Konflikt betroffenen armenischen Bevölkerung humanitäre Hilfe anbieten.

    „Auf Ersuchen des Präsidenten der Republik (Emmanuel Macron) und des Ministers für Europa und auswärtige Angelegenheiten (Jean-Yves Le Drian) unternimmt Frankreich systematische Anstrengungen, um der vom Konflikt in Bergkarabach betroffenen armenischen Bevölkerung Hilfe zu leisten“, heißt es in einer Mitteilung des Außenministeriums in Paris.

    Zunächst hatte Frankreich Chirurgen sowie medizinisch-chirurgische Ausrüstung nach Armenien geschickt, später wurden mehrere humanitäre Flüge organisiert.

    Der erste Frachtflug traf nach Angaben der Behörde am Sonntag in Eriwan ein und brachte die für die medizinische Notfallversorgung notwendige Ausrüstung, darunter eine mobile Erste-Hilfe-Station, auf der 500 Patienten behandelt werden können. Außerdem seien Decken und Hygienekits nach Armenien gebracht worden, die an die Opfer des Konflikts verteilt werden sollen, so die Mitteilung weiter.

    Das zweite Flugzeug sei für den 27. November angesagt. „Damit sollen staatliche Mittel und Spenden nach Armenien gebracht werden, die von der Aznavour-Stiftung und der Armenischen Allgemeinen Wohltätigkeitsunion gesammelt wurden, sowie humanitäre Hilfsgüter von humanitären Organisationen und Stiftungen“, teilte das französische Außenministerium mit.

    Außerdem wolle Frankreich die Zusammenarbeit zwischen den Krankenhäusern beider Länder verstärken. „Dies wird durch die finanzielle Unterstützung des Ministeriums für Europa und auswärtige Angelegenheiten gewährleistet“, so die Mitteilung. Frankreich habe die Krankenhäuser in Paris, Marseille und Hospize in Lyon bereits mobilisiert, die ebenfalls Hilfe leisten sollen.

    Zudem werde Frankreich Projekte unterstützen,  die in Armenien von humanitären Organisationen oder UN-Organisationen durchgeführt werden. „Frankreich wird diese Strukturen, die vor Ort tätig sind, finanziell unterstützen“, teilte das Außenministerium mit.

    Waffenstillstandsabkommen zwischen Armenien und Aserbaidschan

    In der Nacht zum 10. November hatten Armenien und Aserbaidschan unter Vermittlung Russlands ein Waffenstillstandsabkommen für Bergkarabach erzielt. Das Abkommen sieht den vollständigen Waffenstillstand in Bergkarabach ab dem 10. November sowie den Austausch von Kriegsgefangenen und Rückgabe größerer Gebiete an Aserbaidschan vor, die bislang unter Kontrolle Armeniens gestanden haben. Darüber hinaus sollen entlang der Berührungslinie in Bergkarabach und des Korridors Latschin  russische Friedensstifter stationiert werden.

    ekn/sna/gs

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Wie Verbrecher behandelt? Quarantäne-Schreiben wegen harter Wortwahl in Kritik – Sputnik hakt nach
    Russischer Impfstoff darf dran, so Kommission von der Leyens - aber „nirgendwo in EU außer Ungarn“
    Auf Sexparty erwischt: Polizei löst Orgie in Brüssel auf – EU-Abgeordneter tritt zurück
    Tags:
    humanitäre Hilfe, Armenien, Emmanuel Macron, Bergkarabach-Konflikt, Frankreich