06:26 11 Dezember 2019
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    Folge 7: Es gibt kein zurück

    Folge 7: Es gibt kein zurück

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    Die Mauer fiel, die Mauer steht
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    Wie würde unsere Geschichte aussehen, wenn die #BerlinerMauer im Zeitalter der sozialen Netzwerke fallen würde und @realMichailGorbatschow und @ErichHoneckerDDR mithilfe der Twitter-Diplomatie das Schicksal Europas bestimmen würden?

    In der siebten Folge der interaktiven Sputnik-Serie „Die Mauer fiel – die Mauer steht“ besuchen Sie die Demonstrationen am Alexanderplatz und stimmen bei einer SED-Sitzung ab – und das alles im vertrauten Format sozialer Netzwerke mit Likes und Kommentaren.

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    Folge 7: Es gibt kein zurück

    Am 30. Oktober wird die letzte Ausgabe der montäglichen Propaganda-Sendung „Der Schwarze Kanal“ im Fernsehen der DDR ausgestrahlt. Sie galt fast 30 Jahre lang als ein regelrechtes Haßobjekt für viele DDR-Bürger, was vor allem an der Art und Weise der Präsentation durch den Chefkommentator der DDR, Karl-Eduard von Schnitzler lag, die viele DDR-Bürger als realitätsfremd und indoktrinierend empfanden.

    Am 4. November versammelt sich auf dem Ost-Berliner Alexanderplatz die wahrscheinlich größte Demonstration und Kundgebung der DDR-Geschichte. Die Schätzungen reichen von einer halben bis zu einer Million Menschen, was vor dem Hintergrund einer Bevölkerung von 16 Millionen Einwohnern zu bewerten ist.

    Das Fernsehen der DDR überträgt die Kundgebung live. Die Reden der Schriftsteller Stefan Heym, Christoph Hein und Christa Wolf, aber vor allem auch die der Schauspielerin Steffi Spira werden legendär. Die Ansprache des früheren Chefs der DDR-Auslandsspionage, Markus Wolf, Sohn des Schriftstellers Friedrich Wolf und Bruder des DEFA-Regisseurs und Präsidenten der DDR-Akademie der Künste Konrad Wolf wird auf der Kundgebung mehr schlecht als recht hingenommen. SED-Politbüro-Mitglied Günter Schabowski erntet dagegen Pfeifkonzerte.

    Am 6. November wird der Entwurf eines Reisegesetzes in den DDR-Medien veröffentlicht. Es sollte regeln, dass jeder DDR-Bürger für bis zu 30 Tage im Jahr sein Land zur Reise in ein Land seiner Wahl verlassen können sollte, sofern er dies vorher beantragte und dieser Antrag genehmigt wurde. Der Entwurf überlebt keine 24 Stunden, so heftig sind die Proteste, so dass die Volkskammer den Entwurf bereits am 7. November kassiert.

    An diesem Tag erklärt auch die DDR-Regierung unter dem Vorsitzenden des Ministerrates, Willi Stoph, ihren sofortigen Rücktritt.

    Einen Tag später, am 8. November folgt das SED-Politbüro, das durch ein kleineres Gremium unter Leitung von Egon Krenz ersetzt wird. Das Neue Forum wird zugelassen.

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    Erich Honecker, Michail Gorbatschow, SED, Mauerfall-Jahrestag, 30 Jahre Mauerfall, Mauerfall, DDR