18:45 16 Juni 2019
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    Viel Lärm um nichts? – Impressionen von der Revolutionären 1. Mai-Demo

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    Marcel Joppa
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    • Laut Polizei hatten sich am Berliner Oranienplatz rund 6000 Teilnehmer zum Demonstrationszug versammelt. Es wurden Böller und bengalische Feuer gezündet. Über dem Platz kreiste ein Hubschrauber. Transparente mit Aufschriften wie „Befreiung & Solidarität International“ wurden gezeigt. An der Spitze des Aufzuges liefen schwarz gekleidete und zum Teil vermummte Demonstranten.
    • Ziel der sogenannten revolutionären 1. Mai-Demonstration war nach Angaben der Veranstalter das Schlesische Tor. Damit war die geplante Route die Kürzeste seit dem ersten Protestzug in Berlin vor über 30 Jahren. Wie im Vorjahr war die Demonstration nicht angemeldet worden.
    • Die Polizei war am Dienstag mit einem Großaufgebot von etwa 5300 Polizisten im Einsatz. Berlins neue Polizeipräsidentin Barbara Slowik hat sich mit dem Verlauf des 1. Mai in der Hauptstadt zufrieden gezeigt. Die Polizei sprach von deutlich weniger Straftaten als 2017.
    • Es wurden nach dem Ende der Demonstration auch vereinzelt Flaschen in Richtung von Polizisten geworfen und Rauchbomben gezündet. Zudem gab es Gerangel zwischen Einsatzkräften und Demonstranten. Doch größere Krawalle blieben aus.
    • Bei den Straßenfesten „Myfest“ und „MaiGörli“ in Kreuzberg feierten Zehntausende bis in den späten Abend. Das erstmals organisierte „MaiGörli“ im Görlitzer Park war schon am Nachmittag wegen Überfüllung geschlossen worden.
    • Sicher ist, dass die Stadtreinigung in Kreuzberg alle Hände voll zu tun hat, um die Berge von Müll und Batterien leerer Flaschen wegzuräumen. Die Wenigsten hielten sich an den getwitterten Wunsch der Polizei zu später Stunde: „Wenn jetzt noch alle ein bisschen Müll mitnehmen, dann sieht's schon fast wie neu aus.“
    • Viele Autonome aus dem sogenannten „schwarzen Block“ der Demonstration wechselten noch während des Protestzugs ihre Kleidung, so dass sie am Ende von der Polizei nicht mehr identifiziert werden konnten.
    • Das Fazit: Der 1. Mai 2018 in Berlin war deutlich friedlicher als in den vergangenen Jahren. Vom „Kampf gegen den Kapitalismus“ ist wenig übrig geblieben. Dies ist sicherlich auch der Deeskalationsstrategie der Polizei zu verdanken. Die zuvor befürchteten Ausschreitungen, wie sie Hamburg zum G20-Gipfel erlebt hat, blieben aus. Das überraschte sogar die Berliner Behörden, die sich entsprechend erleichtert zeigten.
    © Sputnik / M. Joppa
    Laut Polizei hatten sich am Berliner Oranienplatz rund 6000 Teilnehmer zum Demonstrationszug versammelt. Es wurden Böller und bengalische Feuer gezündet. Über dem Platz kreiste ein Hubschrauber. Transparente mit Aufschriften wie „Befreiung & Solidarität International“ wurden gezeigt. An der Spitze des Aufzuges liefen schwarz gekleidete und zum Teil vermummte Demonstranten.

    Am Tag der Arbeit gehen in Berlin traditionell tausende Demonstranten auf die Straße. In der deutschen Hauptstadt blieb es in diesem Jahr erstaunlich ruhig. Auch sorgte die Route der Revolutionären 1. Mai-Demonstration für Irritation. Sputnik war vor Ort und hat die wichtigsten Informationen für Sie zusammengestellt.

    Tags:
    Polizeipräsident, Polizeipräsidium, Randale, Polizeigewalt, Myfest, 1. Mai, Barbara Slowik, Berlin, Kreuzberg
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