07:10 19 November 2019
SNA Radio
    Bilder

    Das „sowjetischste“ Stadion Deutschlands heißt Bundesteam und Sbornaja willkommen

    Zum Kurzlink
    9805
    Abonnieren
    • Der Vorgänger von Red Bull Arena, der Sportkomplex Zentralstation, wurde 1956 errichtet und galt als eine der ersten großen Bauprojekte der jungen sozialistischen Republik. Aber schon im Dritten Reich trug man sich mit Plänen, eine große Baugrube in eine Fußballarena umzuwandeln und sie zu Ehren des Führers zu benennen. Die Pläne scheiterten aber am Zweiten Weltkrieg, der Leipzig und dessen Vororte in Schutt und Asche legte.
    • Das Zentralstadion bot Platz für 100.000 Zuschauer. Die Anlage galt bis hin zu ihrer Rekonstruktion im Jahr 2000 als zweitgrößtes Stadion Europas. Sie war sogar größer als das legendäre Camp Nou im spanischen Barcelona. Die Anlage war Heimstadion für mehrere Fußballclubs. Dort spielte auch die Nationalmannschaft und fanden sonstige Massenveranstaltungen statt.
    • Im November 1957 errang die UdSSR-Auswahl im Zentralstadion einen 2:0-Sieg gegen Polen – dank dem legendären Stürmer Eduard Strelzow – und qualifizierte sich somit für die Weltmeisterschaft. 1987 war das Stadion Zeuge eines Erfolgs des örtlichen Clubs Lokomotiv Leipzig, der sich nach einem Sieg gegen FC Bordeaux im Elfmeterschießen für das Finale des Cups der Pokalsieger (Vorgänger von Europa League) qualifiziert hatte.
    • Anfang der 2000er Jahre wurde das Stadion im Vorfeld einer Heim-WM komplett umgebaut. In das alte Stadion wurde im Grunde genommen eine neue Arena „eingepflanzt“. Vor dem neuen Stadion sind noch alte Sitzreihen erkennbar.
    • Das Projekt hatte 116 Millionen Euro gekostet, 51 Millionen davon flossen vom Staatsfiskus. 44 Millionen Euro stellte nach Angaben der „Leipziger Volkszeitung“ der deutsche Unternehmer Michael Kölmel zur Verfügung. Für die restlichen 21 Millionen kamen die Stadtbehörden auf.
    • Gleich nach der Eröffnung war das neualte Stadion mit einem Problem konfrontiert: Leipzig hatte keinen einzigen professionellen Fußballclub. Erst nach dem Verkauf der Arena an den Konzern Red Bull zog hier die gleichnamige Mannschaft ein. Seither heißt das Stadion Red Bull Arena.
    • Zentralstadion Leipzig nach dem Umbau 2005
    • Fußball-WM 2006. Spanien gegen Ukraine (4:0) im neuen Zentralstadion (die Arena wird erst vier Jahre später umbenannt).
    • 2006 wurden im Stadion fünf WM-Spiele ausgetragen. Darüber hinaus wurde im Zentralstadion Weltstar Michael Ballack aus Sachsen nach seinem letzten Spiel verabschiedet.
    • Der jetzige Besitzer des Stadions – die RasenBallsport Leipzig e. V., kurz RB Leipzig – stieg von der Regionalliga Sachsen auf Platz drei in der Bundesliga auf. Der Club nimmt auch an europäischen Pokalturnieren teil.
    • Die deutsche Nationalelf hatte in der Red Bull Arena bislang fünf Spiele ausgetragen.
    © AFP 2019 / Patrik Stollarz
    Der Vorgänger von Red Bull Arena, der Sportkomplex Zentralstation, wurde 1956 errichtet und galt als eine der ersten großen Bauprojekte der jungen sozialistischen Republik. Aber schon im Dritten Reich trug man sich mit Plänen, eine große Baugrube in eine Fußballarena umzuwandeln und sie zu Ehren des Führers zu benennen. Die Pläne scheiterten aber am Zweiten Weltkrieg, der Leipzig und dessen Vororte in Schutt und Asche legte.

    Das Stadion Red Bull Arena in Leipzig, auf dem in Kürze das Bundesteam gegen die russische Sbornaja antritt, hat seinen Ursprung noch in der DDR-Zeit. Aber auch für den sowjetischen Fußball war dieses Stadion von großer Bedeutung.

    Mehr über die Geschichte von Red Bull Arena Leipzig ist in dieser Fotostrecke von Sputnik zu erfahren.

    Tags:
    Nationalelf, Freundschaftsspiel, Fußball, Deutscher Fußball-Bund (DFB), Red Bull, UEFA Europa League, Stanislaw Tschertschessow, Joachim Löw, Bordeaux, Sowjetunion, DDR, Leipzig, UdSSR, Deutschland, Russland
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Mehr Bilder

    • Flughafen Tempelhof: Eine Reise in die Vergangenheit des größten Baudenkmals Europas
      Letztes Update: 10:15 17.11.2019
      10:15 17.11.2019

      Flughafen Tempelhof: Eine Reise in die Vergangenheit des größten Baudenkmals Europas

      Von

      Der Flughafen Tempelhof ist ein Ort mit reicher Geschichte. Auch nachdem der Flughafen geschlossen wurde, wird das Gebäude immer noch vielfältig genutzt. Die Firma „Berlin Kompakt“ bietet täglich die Führungen „Mythos Tempelhof“ und „Verborgene Orte“ an, um die Geschichte dieses historischen Monuments Besuchern näher zu bringen.

      15
    • Striptease made in Sachsen: Deutscher Burlesque-Star Mama Ulita und ihre Vorbilder
      Letztes Update: 11:05 16.11.2019
      11:05 16.11.2019

      Striptease made in Sachsen: Deutscher Burlesque-Star Mama Ulita und ihre Vorbilder

      Von

      Die Leipzigerin Mama Ulita ist die Mutter der sächsischen Burlesque-Szene – in der Fotostrecke sehen Sie Eindrücke ihrer Auftritte und wer den deutsche Burlesque-Star inspiriert. Getreu dem Motto: „Ich lass mich lieben von denen, die mich anschauen und bin auch selbstverliebt.“

      19
    • Der Kreml von Welikij Nowgorod und andere Bilder einer Reise
      Letztes Update: 11:44 15.11.2019
      11:44 15.11.2019

      Der Kreml von Welikij Nowgorod und andere Bilder einer Reise

      Von

      Die Autonome nichtkommerzielle Organisation „Tourismusbüro Rus Nowgorodskaja“, deren Anliegen die Entwicklung des Tourismus im russischen Gebiet Nowgorod ist, hat Journalisten und Vertreter von Reisefirmen zu einer Informationstour nach Welikij Nowgorod und in das Gebiet eingeladen. Sputnik war auch dabei.

      19
    • Doch am Dienstag wurden hier andere Container verladen: Hightech-Produkte aus China, die über eine Fähre aus dem russischen Hafen Baltijsk angekommen sind – alles andere als auf traditionellem Seeweg.
      Letztes Update: 18:30 13.11.2019
      18:30 13.11.2019

      Güterzug aus China auf Rügen: Seidenstraße eröffnet neue Route

      Von

      Ein Zug aus China, hat Rügen erreicht – auf einer Fähre. Mit der Ankunft der Container aus der chinesischen Stadt Xi’an wurde eine weitere Route der „neuen Seidenstraße“ eröffnet. Sputnik war vor Ort und hat das Ereignis in Bildern festgehalten.

      11