17:51 03 August 2020
SNA Radio
    Bilder

    Das „sowjetischste“ Stadion Deutschlands heißt Bundesteam und Sbornaja willkommen

    Zum Kurzlink
    9805
    Abonnieren
    • Der Vorgänger von Red Bull Arena, der Sportkomplex Zentralstation, wurde 1956 errichtet und galt als eine der ersten großen Bauprojekte der jungen sozialistischen Republik. Aber schon im Dritten Reich trug man sich mit Plänen, eine große Baugrube in eine Fußballarena umzuwandeln und sie zu Ehren des Führers zu benennen. Die Pläne scheiterten aber am Zweiten Weltkrieg, der Leipzig und dessen Vororte in Schutt und Asche legte.
    • Das Zentralstadion bot Platz für 100.000 Zuschauer. Die Anlage galt bis hin zu ihrer Rekonstruktion im Jahr 2000 als zweitgrößtes Stadion Europas. Sie war sogar größer als das legendäre Camp Nou im spanischen Barcelona. Die Anlage war Heimstadion für mehrere Fußballclubs. Dort spielte auch die Nationalmannschaft und fanden sonstige Massenveranstaltungen statt.
    • Im November 1957 errang die UdSSR-Auswahl im Zentralstadion einen 2:0-Sieg gegen Polen – dank dem legendären Stürmer Eduard Strelzow – und qualifizierte sich somit für die Weltmeisterschaft. 1987 war das Stadion Zeuge eines Erfolgs des örtlichen Clubs Lokomotiv Leipzig, der sich nach einem Sieg gegen FC Bordeaux im Elfmeterschießen für das Finale des Cups der Pokalsieger (Vorgänger von Europa League) qualifiziert hatte.
    • Anfang der 2000er Jahre wurde das Stadion im Vorfeld einer Heim-WM komplett umgebaut. In das alte Stadion wurde im Grunde genommen eine neue Arena „eingepflanzt“. Vor dem neuen Stadion sind noch alte Sitzreihen erkennbar.
    • Das Projekt hatte 116 Millionen Euro gekostet, 51 Millionen davon flossen vom Staatsfiskus. 44 Millionen Euro stellte nach Angaben der „Leipziger Volkszeitung“ der deutsche Unternehmer Michael Kölmel zur Verfügung. Für die restlichen 21 Millionen kamen die Stadtbehörden auf.
    • Gleich nach der Eröffnung war das neualte Stadion mit einem Problem konfrontiert: Leipzig hatte keinen einzigen professionellen Fußballclub. Erst nach dem Verkauf der Arena an den Konzern Red Bull zog hier die gleichnamige Mannschaft ein. Seither heißt das Stadion Red Bull Arena.
    • Zentralstadion Leipzig nach dem Umbau 2005
    • Fußball-WM 2006. Spanien gegen Ukraine (4:0) im neuen Zentralstadion (die Arena wird erst vier Jahre später umbenannt).
    • 2006 wurden im Stadion fünf WM-Spiele ausgetragen. Darüber hinaus wurde im Zentralstadion Weltstar Michael Ballack aus Sachsen nach seinem letzten Spiel verabschiedet.
    • Der jetzige Besitzer des Stadions – die RasenBallsport Leipzig e. V., kurz RB Leipzig – stieg von der Regionalliga Sachsen auf Platz drei in der Bundesliga auf. Der Club nimmt auch an europäischen Pokalturnieren teil.
    • Die deutsche Nationalelf hatte in der Red Bull Arena bislang fünf Spiele ausgetragen.
    © AFP 2020 / Patrik Stollarz
    Der Vorgänger von Red Bull Arena, der Sportkomplex Zentralstation, wurde 1956 errichtet und galt als eine der ersten großen Bauprojekte der jungen sozialistischen Republik. Aber schon im Dritten Reich trug man sich mit Plänen, eine große Baugrube in eine Fußballarena umzuwandeln und sie zu Ehren des Führers zu benennen. Die Pläne scheiterten aber am Zweiten Weltkrieg, der Leipzig und dessen Vororte in Schutt und Asche legte.

    Das Stadion Red Bull Arena in Leipzig, auf dem in Kürze das Bundesteam gegen die russische Sbornaja antritt, hat seinen Ursprung noch in der DDR-Zeit. Aber auch für den sowjetischen Fußball war dieses Stadion von großer Bedeutung.

    Mehr über die Geschichte von Red Bull Arena Leipzig ist in dieser Fotostrecke von Sputnik zu erfahren.

    Zum Thema:

    „Meinungsfreiheit nur Farce“: Kabarettist Nuhr äußert sich zu Wissenschaft und wird „gecancelt“
    Polen verhängt Millionen-Strafe gegen Gazprom wegen Nord Stream 2
    Elon Musk: „Pyramiden offenbar von Aliens gebaut“ – Ägypten äußert sich dazu
    Was Russland für sanktionsfreie Beziehungen mit USA tun soll – Trumps Berater
    Tags:
    Nationalelf, Freundschaftsspiel, Fußball, Deutscher Fußball-Bund (DFB), Red Bull, UEFA Europa League, Stanislaw Tschertschessow, Joachim Löw, Bordeaux, Sowjetunion, DDR, Leipzig, UdSSR, Deutschland, Russland
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Mehr Bilder

    • Demonstrantin für die Öffnung der Sex Clubs
      Letztes Update: 15:43 02.08.2020
      15:43 02.08.2020

      Corona-Kritiker protestieren in Berlin – Fotos

      In Berlin haben am vergangenen Samstag Demonstrationen unter der Losung „Das Ende der Pandemie - der Tag der Freiheit” stattgefunden, die Protest gegen Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern äußerten. Sputnik präsentiert Fotos von den Kundgebungen mit Tausenden Teilnehmern.

      20
    • Die Flughafentester auf dem Weg zu ihren Übungsflügen ohne abzuheben
      Letztes Update: 09:00 01.08.2020
      09:00 01.08.2020

      Vor dem Start am 31. Oktober: Der Flughafen Berlin-Brandenburg „Willy Brandt“ (BER)

      Von

      Mit mehr als acht Jahren Verspätung sollen am 31. Oktober endgültig die ersten regulären Flugzeugstarts am neuen Berliner Hauptstadtflughafen erfolgen. Dann soll der neue Flughafen Berlin-Brandenburg „Willy Brandt“ (BER) in Berlin-Schönefeld seinen normalen Betrieb aufnehmen.

      33
    • So atemberaubend schön ist das Altai-Gebirge
      Letztes Update: 16:12 24.07.2020
      16:12 24.07.2020

      So atemberaubend schön ist das Altai-Gebirge

      Das Altai-Gebirge – einzigartige Natur, wunderschönes Hochgebirge, dichte Wälder und reißende Flüsse. Das Gebirge ist einer der wenigen Orte, wo die Natur in ihrer ursprünglichen Form erhalten geblieben ist. Denn Menschen sind dort deutlich seltener als Bären anzutreffen.

      12
    • Maserati, Ferrari und Lamborghini: Konfiszierte Luxusautos für Museum in Turin
      Letztes Update: 14:20 23.07.2020
      14:20 23.07.2020

      Maserati, Ferrari und Lamborghini: Konfiszierte Luxusautos für Museum in Turin

      Die italienische Finanzaufsicht hat einem Automobilmuseum in Turin eine Sammlung von Fahrzeugen überlassen, die bei einem Steuersünder in Genua konfisziert worden war. Dieser schuldete dem Staat etwa 4,5 Millionen Euro.

      11