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    Moskauer Straßenbahnen von den Anfängen vor fast 150 Jahren bis heute

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    Hans-Georg Schnaak
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    • Diese Pferdebahnen wurden in den Jahren von 1872 bis zur Wende zum 20. Jahrhundert in Frankreich hergestellt. In Moskau wurde die von einem Vierergespann gezogene Bahn von 1872 bis 1911 für den Personenverkehr genutzt. An besonders steilen Anstiegen wurden noch bis zu vier weitere Pferde vor den etwa vier Tonnen schweren Wagen vorgespannt. Im Salon fanden bis zu 20 Fahrgäste Platz und auf der offenen 2. Etage noch weitere 18.
    • Der Salon der Pferdebahn.
    • Historische Kleidung von Anfang des 20. Jahrhunderts vor dem Hintergrund der Pferdebahn.
    • Ein Reparaturwagen für die Elektrooberleitungen aus dem Jahr 1908.
    • In Russland in den Jahren 1907 bis 1914 hergestellte Straßenbahn „F“. Das „F“ steht für das russische Wort Fonar und bedeutet Lampe, Leuchte oder Scheinwerfer. Der Name bezog sich auf die farbige Innenbeleuchtung. Diese Elektrobahnen wurden in Moskau von 1908 bis Anfang der 40er Jahre eingesetzt. Im vorrevolutionären Russland war das der verbreitetste Straßenbahntyp in Moskau. Die Höchstgeschwindigkeit betrug 40 km/h.
    • Im Inneren der Straßenbahn „F“. Links und rechts an der Decke sind die farbigen Gläser der Deckenbeleuchtung zu sehen.
    • Fahrerstand der Straßenbahn „F“.
    • Anhängerkupplung der Straßenbahn „F“.
    • Fahrwerk der Straßenbahn „F“.
    • Straßenbahntriebwagen „BF“.  Das „BF“ steht für „Ohne Scheinwerfer“, da die Bahn ohne Frontscheinwerfer war. Die „BF“ war die erste in der Sowjetunion entwickelte Straßenbahn und wurde in den Jahren von 1925 bis 1929 gebaut. Die Höchstgeschwindigkeit betrug 40 km/h. Für den Moskauer Personenverkehr wurde die Bahn bis 1965 genutzt.
    • Im Inneren der „BF“.
    • Schaffner mit der damaligen Sommeruniform an einer „BF“.
    • Straßenbahn „KM“ mit Schaffner in Dienstuniform. Die Bahn wurde von 1926 bis 1935 in der Sowjetunion gebaut und bis 1970 für den Personenverkehr genutzt. Höchstgeschwindigkeit: 40 km/h.
    • Das Innere der „KM“.
    • Straßenbahn „KTM-1“. Gebaut wurde die Bahn von 1947 bis 1961 und in Moskau von 1948 bis in die 50er Jahre eingesetzt. Höchstgeschwindigkeit: 55 km/h.
    • Straßenbahn „KTM-1“ mit Schaffnerin in Dienstuniform.
    • Ansicht der „KTM-1“ von hinten.
    • Straßenbahn „MTB-82“.  Gebaut wurde die „MTB-82“ von 1947 bis 1954. In Moskau war die Bahn bis 1981 in Betrieb.
    • Straßenbahn T2 SU. Gebaut wurde die T2 von 1955 bis 1962 in der damaligen Tschechoslowakei. Die T2 SU war eine Modifikation speziell für die Sowjetunion und wurde von 1959 bis 1962 nach Moskau geliefert. Im Unterschied zur T2 hatte die T2 SU keine Mitteltür. Das hing damit zusammen, dass der SU-Standard für den Einstieg in die Bahn die hintere Tür war, damit besser kontrolliert werden konnte, dass die Passagiere auch bezahlten. Da die sowjetischen Beamten der Auffassung waren, dass die Mitteltür zu viele Menschen zum Schwarzfahren verleiten könnte, wurde die T2 SU ohne Mitteltür gebaut. Die Höchstgeschwindigkeit betrug 60 km/h. Die letzten Moskauer T2 SU wurden Ende der 80er Jahre aus dem Verkehr genommen.
    • Innenansicht der T2 SU.
    • Straßenbahn Tatra T3. Die Bahn wurde von 1960 bis 1976 in Prag gebaut. Die Sowjetunion war Großabnehmer der T3.
    • Die T3 wurde mehrfach modernisiert und in der letzten Version bis 1988 hergestellt.
    • Straßenbahn RWZ-6. Die RWZ-6 wurde von 1960 bis 1987 in Riga gebaut. In Moskau fuhren diese Bahnen noch bis Ende der 90er Jahre. Höchstgeschwindigkeit: 64 km/h.
    • Straßenbahn Tatra T6 B5. Hergestellt von 1983 bis 1998. Einige dieser tschechischen Bahnen fahren auch heute noch in Moskau.
    • Straßenbahn Tatra T7 B5. Hergestellt von 1988 bis 1993. Auch solche Bahnen gibt es bis heute noch in Moskau.
    • Straßenbahn 71-135. Die russische Bahn wurde nur im Jahr 2001 gebaut.
    • Schneeräumwagen, hergestellt in Russland von 1983 bis 1996. In Moskau für den Winterdienst seit 1993 im Einsatz. Zum Befreien der Straßenbahngleise von Schnee kann bei Bedarf auch ein Schneepflug angebracht werden.
    • Auch in Moskau haben seit einigen Jahren hochmoderne Straßenbahnen Einzug gefunden und verdrängen allmählich die letzten Tatra-Bahnen von den Gleisen.  Auf dem Foto eine dreiteilige Witjas-M, hergestellt seit 2017 in Twer (Zentralrussland, etwa 250 Kilometer nördlich von Moskau). Höchstgeschwindigkeit: 75 km/h.
    • Steuerpult der Witjas-M.
    © Sputnik / Hans-Georg Schnaak
    Diese Pferdebahnen wurden in den Jahren von 1872 bis zur Wende zum 20. Jahrhundert in Frankreich hergestellt. In Moskau wurde die von einem Vierergespann gezogene Bahn von 1872 bis 1911 für den Personenverkehr genutzt. An besonders steilen Anstiegen wurden noch bis zu vier weitere Pferde vor den etwa vier Tonnen schweren Wagen vorgespannt. Im Salon fanden bis zu 20 Fahrgäste Platz und auf der offenen 2. Etage noch weitere 18.

    Die russische Hauptstadt hat am 13 Juli den Tag des Verkehrswesens von Moskau begangen. Unter anderem waren an diesem Tag in einer Moskauer Straße Straßenbahnen der Stadt von den Anfängen (Pferdebahn) bis zur Gegenwart zu sehen.

    Vier Stunden hatten die Moskauer und ihre Gäste Zeit, um auch historische Bahnen von innen und außen zu besichtigen. Etwa 100.000 Menschen nutzten diese Gelegenheit. Sputnik lässt Sie in dieser Fotostrecke an dem Ereignis teilhaben.

    Tags:
    Tram, Straßenbahn, Moskau
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