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    Der „Rote Stern“ stirbt leise: Das Hauptquartier der Sowjets nach dem Abzug – Fotos

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    • Fassade des Haupthauses des  Haus der Offiziere genannten Komplexes mit Lenin-Statue
    • Der letzte Vorhang ist längst gefallen - Die Bühne des verlassenen Theaters.
    • Wer sass wohl seinerzeit in Reihe 17 Bestuhlungsbeschriftung im Konzerthaus.
    • Ehemaliger Fest- und Speisesaal im Haus der Pioniere auf dem verlassenen Gelände der Russen.
    • Die Schwimmhalle des Hauses der Offiziere.
    • Finger weg! Tödlich. Aufschrift am Stromkasten der Beleuchtung vom Schwimmbad.
    • Der Außen-Pool der verlassenen Anlage der Sowjetischen Truppen.
    • Lebensbejahende Mosaike kündeten von einer besseren Sowjet-Welt. Kosmonauten gehörten dazu.
    • Poetisch - Wandrelief im Haupthaus.
    • Abblätternder Putz - auch 25 Jahre nach Abzug der Sowjetischen Soldaten ist hier nichts passiert.
    • Uralte Technik - Auch Tapete klebte besser mit der Prawda. Hier allerdings Exemplare der Lehrer-Ausgabe der Staatspresse.
    • Landkarten-Überreste im Haus der Offiziere
    • Hallo, Echo. Man verläuft sich leicht, so allein.
    • Nie wieder. Wandfresko im Angedenken an die Opfer des Zweiten Weltkriegs.
    • Das Fresko der glorreichen Befreier ist noch sehr gut erhalten.
    • Der Rundbau im Vordergrund beherbergte ein Diorama zum zweiten Weltkrieg. Der Bau ist einsturzgefährdet. Das Diorama in Moskau.
    • Museum Roter Stern - Wünsdorf Erste Hilfe.
    • Lenin hat hier noch alles im Blick. Das verlassene Gelände der Sowjets mit dem einstigen Sportplatz.
    • Museum Roter Stern Wünsdorf - Erinnerungen an den Abzug 1994
    • Fünf vor Zwölf, Lenin steht.
    © Foto : Andreas Franke - panabild.de
    Fassade des Haupthauses des Haus der Offiziere genannten Komplexes mit Lenin-Statue

    Im Brandenburgischen lag „Klein Moskau“. Eine Sowjet-Stadt mit Kasernen, Schulen, Freizeiteinrichtungen und Geschäften. Nach dem Abzug der Westgruppe der Sowjetarmee Ende August 1994 wurde teilweise saniert, doch ein großer Teil der einstigen „Verbotenen Stadt“ Wünsdorf verfällt: Als „Lost Place“ ist die allerdings ein Touristenmagnet.

    Wünsdorf war ab März 1953 gewissermaßen eine sowjetische Stadt in der DDR, denn der kleine, selbst knapp 2700 Einwohner zählende Ort im Brandenburgischen bei Zossen wurde abgeschirmt vom Rest des Landes: DDR-Bürger hatten keinen Zutritt zum militärischen Teil mit seinen rund 600 Hektar Kasernenfläche und fast 700 Gebäuden.

    Auf die Spuren der Russen hat sich der Fotograf Andreas Franke bereits vor einigen Jahren begeben. Er ist zugezogener „Wünsdorfer“ und interessiert sich für Geschichte. Zusammen mit einem Kollegen hat er zum Jubiläum des Truppenabzugs der Westgruppe der Sowjetarmee 1994 einen Bildband herausgegeben. Er wollte festhalten, was von fast fünf Dekaden russischer Präsenz übriggeblieben war. Er fand ein Bild des Verfalls vor – mit einem ganz eigenen Charme. Das war vor fünf Jahren. Am status quo ante hat sich seitdem nicht viel getan. Die Häuser ehemals höhergestellter Militärs haben sich in schmucke Eigenheime verwandelt, auch die Kasernen wurden teilweise saniert. Sie dienen Flüchtlingen als Heim. Ein Großteil der Häuser aber rottet vor sich hin.

    Geradezu idyllisch wirkt das abgesperrte Gelände vom „Haus der Offiziere“ – es scheint im Dornröschenschlaf zu sein, Wind und Wetter ausgesetzt. Wünsdorf ist wegen der militärischen Hinterlassenschaften ein beliebter Ausflugsort für Individualisten, die nach verlassenen Orten, sogenannten „Lost Places“, suchen.

    Auch der Fotograf von Sputnik hat eine eigene kleine Tour zum „Haus der Offiziere“ gemacht und ebenfalls nach Spuren der Russen geforscht. Gefunden hat er vergilbte Zeitungsreste mit kyrillischen Buchstaben, mit denen Wände und Fenster abgeklebt wurden, in den Putz eingekerbte Abschiedsverse von Tanjas und Wanjas, hie und da einen verblassten Roten Stern und abblätternde „Vaterländische“ Wandbemalung samt ausrangierter Eletrotechnik mit russischen Anweisungen.

    Das Gebäude des Stabs des Oberkommandos der Westgruppe der Truppen selbst, das „Weisse Haus“ – so genannt wegen großer weißer Säulen, die dem Washingtoner Präsidenten-Heim ähneln – liegt hinter hohen Zäunen und wuchenden Hecken versteckt. Privatbesitz: Betreten verboten.

     

    Tags:
    Geschichte, Truppenabzug, Russland, UdSSR, DDR
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