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04:06 24 Oktober 2019
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    Von Hitler gebaut und von Gorbatschow aufgegeben – Bunkerlandschaft Wünsdorf

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    • Bunkeranlage Maybach I, Luftaufnahme 1944
    • Eingang zum Areal der Bunkeranlagen Maybach und Zeppelin in Wünsdorf, Sommer 2019
    • Bunker Maybach I, Häuser A3 bis A6, sie sollten den Eindruck unauffälliger Landhäuser erwecken. Aufnahme aus dem Wagen, um 1939
    • Der Ist-Zustand. Haus A2 als am besten erhaltene Bunkerruine. Am 15.3.1945 griffen 584 US-Bomber Wünsdorf an. Wenige der 4.700 Bomben trafen Maybach I, die Bunkeranlagen blieben fast unversehrt.
    • Die Direktive Nr.22 des Aliierten Kontrollrates vom 6.12.1945 sah die Zerstörung deutscher Militäranlagen vor. Die Bunker von Zossen-Wünsdorf gehörten zu Objekten der Priorität Nr.2.
    • Getarnter Eingang in der Bunkerlandschaft.
    • Eingangsareal Führungs- und Nachrichtenbunker ZEPPELIN, fertiggestellt 1939. Die Rote Armee nahm ihn April 1945 zunächst unversehrt in Besitz. In den 1960er Jahren Neunutzung als RANET.
    • Türbereich.
    • Drei Etagen geht es in die Tiefe.
    • Endlose Gänge in der Tiefe, mehrere Schutzschleusen mussten durchmessen werden.
    • Altes Equipment - noch im Dienst.
    • Hinterlassenschaften im 12 Meter tiefen Bunkerbauch.
    • Gorkij, Kaluga, Rudnyj - als die Russen gingen, verewigten sie ihren Heimatort an den Bunkerwänden.
    • Durch eine Sprengung entstandenes Loch in der 3 Meter starken Betondecke des Längsbaus des Bunkers Zeppelin, 14 Meter unter der Erde.
    • Wachhabender am Bunkerausgang
    • Bunkerausgang Gut getarnt ist halb...übersehen.
    • Aus den umliegenden Kasernen sind schmucke Mehrfamilienhäuser geworden. Das Areal Maybach I, Zeppelin-Ranet ist allerdings weiterhin abgeschottet: Privatgelände.
    © Foto : Bücherstadt-und Bunkerstadt Wünsdorf
    Bunkeranlage Maybach I, Luftaufnahme 1944

    Die gigantischen Überreste der einst geheimen Bunkeranlagen in der Waldstadt Zossen-Wünsdorf in Brandenburg zeugen von Größenwahn und Zerstörung: Wie riesige Mahnmale ragen die Ruinen von „Maybach I“ und „Zeppelin“ in den friedlich-blauen Himmel.

    Die Sputnik-Fotostrecke zeigt Impressionen der deutsch-sowjetischen Hinterlassenschaften: eine militärische Spurensuche.

    Die Bunkeranlagen von Wünsdorf beim brandenburgische Zossen gehören zu den größten ihrer Art in ganz Deutschland. Sie wurden sowohl im Zweiten Weltkrieg als auch im Kalten Krieg der Nachkriegszeit als Kommandozentralen genutzt.

    Für das Oberkommando des Heeres  der deutschen Wehrmacht (OKH) als Bunker „Maybach I“  und Nachrichtenbunker „Zeppelin“ 1937-1939 errichtet, dienten sie als Feldquartier. Hier erfolgten die Planungen und die Führug der Feldzüge Nazi-Deutschlands entsprechend den Weisungen Hitlers.

    Bunker „Zeppelin“ wurde nach Ende des Zweiten Weltkrieges aufgrund der Direktive 22 des Alliierten Kontrollrates vom 6. Dezember 1945 gesprengt. Wünsdorf wurde Sitz des Oberkommandos der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland (GSSD, später Westgruppe der Truppen – WGT). Die zuvor gesprengten Bunkeranlagen wurden soweit wie möglich erneut genutzt. Aus dem Nachrichtenbunker „Zeppelin“ wurde die Nachrichten- und Führungszentrale der GSSD „Ranet“ – bis 1994. Die riesigen Räume mit meterdicken Wänden lassen heute nur noch erahnen, wie geschäftig es in rund 20 Metern Tiefe über drei Etagen verteilt zu Zeiten des Kalten Krieges zugegangen sein mußte.

    Nach dem Abzug der russischen Truppen wurden größtenteils leer geräumten Bunker zurückgelassen. Die Sputnik-Fotostrecke begibt sich auf Spurensuche und zeigt Impressionen der Anlagen. Die deutsch-sowjetischen Hinterlassenschaften sind Mahnmal der Erinnerung an zwei Epochen militärischer Auseinandersetzungen in Europa.

    Das Gebiet der Bunkeranlagen ist Privatgelände. Führungen für geschichtsinteressierte Wanderer werden veranstaltet.

    Tags:
    Bunker, Truppen, DDR, UdSSR, Nazi-Deutschland
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