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    Kunstschätze der Zaren - Meisterwerke aus Schloss Peterhof in Augsburger Ausstellung

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    • Schloss Peterhof, Blick vom Unteren Park über die Große Kaskade hinauf zum Großen Palast
    • Peterhof, Blick vom Unteren Park zum Großen Palast um 1944
    • Adam Silo, Schiffe auf Reede vor der Stadt, Öl auf Leinwand
    • Modell des Segelboots von Peter I., Silber, vergoldet, St. Petersburg, 1754
    • Kästchen, Bronze, Stahl, vergoldet, Tula, Anfang 18. Jahrhundert
    • Kowsch (Trinkkelle), Silber, vergoldet, Russland 1736
    • Tabatiere (Schnupftabakdose) mit Porträt Elisabeth Petrownas, Kupfer, emailliert, Birmingham 1759
    • Vigilius Eriksen, Porträt Katharinas II. vor einem Spiegel, Öl auf Leinwand, 1764
    • Thronsessel der Zarin Katharina II., Holz geschnitzt, vergoldet, Samt, St. Petersburg, 1760er Jahre
    • Abraham Warnberger IV., Besteckgarnitur, Silber vergoldet, Porzellan, Augsburg, 1755/57
    • Jacques Jean-Baptiste Tilliard II., Sessel, Frankreich, 1765/1770
    • Kandelaber für zwei Kerzen der Figur eines Kavaliers (nach einem Modell von J.J. Kändler aus dem Jahr 1740), Deutschland, Sachsen, Meißen, Königliche Porzellanmanufaktur, Frankreich 1750er Jahre
    © Foto : The Peterhof State Museum Reserve
    Schloss Peterhof, Blick vom Unteren Park über die Große Kaskade hinauf zum Großen Palast

    Peterhof gilt als „russisches Versailles“. Im Zweiten Weltkrieg fast vollständig von deutschen Truppen zerstört, begann die UdSSR bereits 1947 mit dem Wiederaufbau. Die prunkvolle Palastanlage gehört seit 1990 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Schau in Bayern zeigt erstmals in Deutschland eine bedeutende Auswahl von Kunstwerken aus der Zarenresidenz.

    Im Laufe eines Jahrhunderts wechselten sich auf dem russischen Thron neun Monarchen ab - von Peter I. bis zu Katharina II. In der Gestaltung der Zarenresidenz Peterhofs spiegelten sich persönliche Geschmäcker, Vorlieben und Charakter jedes Herrschers wider.

    Die Schau erzählt die Geschichte des Russischen Kaiserreichs und von den Schicksalen seiner Regenten, gewährt einen vertiefenden Einblick in die Welt der Zaren: Auf den rund 800 Quadratmetern des Augsburger Schaezlerpalais wurden über 100 Exponate zusammengetragen – Gewänder, persönliche Gegenstände, Gemälde und Wandbespannungen aus Schloss „Monplaisir“, der Thronsessel.  

    Das „Goldene Zeitalter" der Regentschaft von Katharina der Großen wird auch durch das auf Geheiß der Herrscherin 1773 gedruckte Evangelienbuch repräsentiert. Das Evangeliar ist mit gemalten Medaillons aus den Werkstätten von Rostow Weliki, dem berühmten Zentrum russischer Emaillierkunst, verziert. Nicht zuletzt gibt es eine festlich eingedeckte Tafel höfischen Zeremoniells zu bestaunen. Das dazugehörige Silbergeschirr und Silberbesteck stammt aus Augsburg, denn auch deutsche Meister produzierten für den prunkvollen russischen Zarenhof.

    „Mit der Ausstellung ist ein weiteres Kapitel der bayerisch-russischen Kulturbeziehungen aufgeschlagen worden“, so der bayerische Kunstminister Bernd Sibler in einem Grußwort zur Schau.

    Die Ausstellung läuft noch bis zum 15. März 2020. Und jeden ersten Sonntag im Monat sind die Schätze zum Schnäppchenpreis zu sehen, denn mit einem Euro für den Eintritt ist man dabei. Das freut nicht nur Schwaben.

    ba

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    Tags:
    St. Petersburg, Peter der Große, Augsburg, Russland, Peterhof
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