16:15 25 November 2020
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    Tumult hinterm Stacheldraht: Die „randständige“ Jugend der illegalen DDR-Punkrockszene – Fotos

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    • Locke und Special Karl-Marx-Stadt 1983
    • Kaiser und Pankow von Planlos, Ostberlin 1983
    • Rosa Extra, Ostberlin 1982
    • Rosa Extra, Ostberlin 1982
    • Colonel, Ostberlin 1982
    • Wutanfall, Proberaum, Sternwartenstraße, Leipzig 1983
    • Ulmenhof, Ostberlin 1984
    • Ostperliner Punks, Neptunbrunnen am Alexanderplatz 1981
    • Rotten von Restbestand, Christusgemeinde Halle 1983
    • L’Attentat, Stracke, Imad und Ratte, Leipzig 1985
    • Planlos, Proberaum, Prenzlauer Berg, Ostberlin 1982
    • Andreas Auslauf, Sankt Marien Kirche, Suhl 1987
    • Skunks, Starsky, Borstel, Scooter, Sensor und Lobetal, Ostberlin 1982
    • H.A.U.: Ratte, Harry, Imad, Bernd, Proberaum, Dufourstraße in Leipzig 1983
    • Henryk von The Leistungsleichen, Fischerinsel, Ostberlin 1982
    • Unerwünscht, Hendrik, Schluchte und Jerry, Ostberlin, Sylvester 1982/83
    • Mita und Jana von Namenlos, Plänterwald in Ostberlin 1983
    • Paranoia, Dresden 1983
    • Eik von Sendeschluß, Kult, Ostberlin-Plänterwald 1982
    • Igor Tatschke von Grabnoct, Ausstellungseröffnung der AG  MAUERSTEIN in der Umweltbibliothek,  Ostberlin 1987
    • Colonel, Berlin-Alexanderplatz 1983
    • Chris Schwartinsky von Axyl, Frankfurt (Oder) 1984
    © Foto : Harald Hauswald
    Locke und Special Karl-Marx-Stadt 1983

    Ob in der Provinz oder der Großstadt: Punks fielen ins Auge, veränderten in den 1980er Jahren das Straßenbild der DDR. Der Tumult, den sie veranstaltete, forderte einen Disziplinarstaat heraus, der seine Jugend steuern wollte, von dem sich eine Minderheit aber nicht lenken ließ. Ihre Helden und ihr Stil – eine Fotostrecke zum Punkrock in der DDR.

    Die Verachtung der Ost-Punks richtete sich gegen eine Musterutopie, welche die Zukunft für alle Zeiten festschrieb: War der Wahlspruch der West-Punks „No future“ hieß es im Osten „Too much future“. Ihre Musik war schrill und oft verboten, eine offizielle Spielerlaubnis winkte nur staatskonformen „FDJ-Punks“, erzählt Henryk Gericke, der seinerzeit bei „The Leistungsleichen“ spielte. Er hat „Too Much Future – Punkrock GDR 1980–1989“ mit zu verantworten: Drei Vinylalben samt opulentem Booklet. Die neue Compilation vereint die Punkbands, deren Existenz in der DDR illegal war und die von der Staatssicherheit verfolgt wurden. Ihre Konzerte waren als Geburtstagsfeiern getarnt, Musik wurde meist in Wohnzimmern gemacht und nur die Kirche öffnete „randständigen“ Jugendlichen ihre Tore. Doch einige von ihnen spielten nie vor Publikum.

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    Tags:
    Kultur, Musiker, DDR
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