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    „Schwarzes Gold“ statt Farben: Russischer Ölmaler erweitert die Grenzen der Kunst

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    © Foto : Vitali Kasatkin
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    Wussten Sie, dass man mit Öl malen kann? Traditionelle Materialien wie Aquarell und Gouache treten vor der einzigartigen Maltechnik mit Öl in den Hintergrund. In Russland ist der Künstler Vitali Kasatkin der Pionier dieses Trends. In seiner Arbeit verwendet er „schwarzes Gold“ statt Farben.

    Der Maler hat 22 Ölsorten in seinem Arsenal und sein Portfolio umfasst über 700 Meisterklassen und kreative Treffen in mehr als zehn Jahren Arbeit in der Ölmalerei, an denen schon ca. 10.000 Menschen teilnahmen. Vitali Kasatkin selbst ist ein Künstler aus St. Petersburg. Er absolvierte die St. Petersburger Akademie der Künste mit einem Abschluss in Architektur. Vitali arbeitet in der ursprünglichen Technik der „Reliefmalerei“. Diese Maltechnik wird von Generation zu Generation weitergegeben. Im Laufe seiner Tätigkeit schuf der Maler schon ungefähr 800 Gemälde.

    In einem Gespräch mit dem Künstler haben wir viele interessante Dinge über eine so ungewöhnliche Richtung in der Malerei erfahren.

    - Wie lange ist es her und unter welchen Umständen haben Sie die Ölmaltechnik entdeckt?

    Die Idee, Öl in der Kunst zu verwenden, wurde vor mehr als zehn Jahren von der Präsidentin der Internationalen Gilde der Meister, Tatjana Kowscha, vorgeschlagen. Öl hat die Technik der Reliefmalerei, in der ich gearbeitet habe, bereichert (...). Zweitens war es ein Wunsch nach Experimenten, nach Neuem und Ungewöhnlichem.

    - Was sind Ihrer Meinung nach die wichtigsten Vor- und Nachteile von Öl als Material für das Schaffen von Kunst? Was lässt sich am besten mit Öl malen?

    Die Hauptsache, die Öl auszeichnet, ist „Weichheit“ und Ausbreitung. Dies kann mit anderen Materialien nicht erreicht werden. Und Unvorhersehbarkeit: Sie wissen nie genau, wie sich der Strich entwickeln wird. Aber es ist nicht immer möglich, das Öl zu zähmen... Wir können sagen, dass das Öl selbst die Zeichnung vollendet. Eine der Eigenschaften von Öl ist auch, dass es lange trocknet, und das heißt, dass man an dem Bild noch ca. zehn Stunden arbeiten kann. Öl hat verschiedene Schattierungen und Farben, wodurch eine einzigartige Palette entsteht. Seine Farbe, sein Geruch und seine Viskosität hängen davon ab, wo es gewonnen wurde. Öl aus Sachalin hat eine beige Tönung. Das schwärzeste und dickste Öl stammt aus Jakutien. Mit seiner Hilfe macht man die Bilder erhaben. Jetzt habe ich auch ausländisches Öl: iranisches, venezolanisches, amerikanisches. Am besten gelingt es, Landschaften und Meereslandschaften wiederzugeben. Es scheint dafür geeignet zu sein.

    - Kann man über die Umweltfreundlichkeit von Öl als Material für die Kunst sprechen?

    Der ökologische Bestandteil ist auch vorhanden. Im Laufe der Zeit begann ich bei der Arbeit neben Öl auch Ölprodukte, Gaskondensat und Ölabfälle zu verwenden. Dadurch haben Ölabfälle einen zweiten Atem bekommen. Da Erdölarbeiter und Umweltschützer nicht immer wissen, wie sie damit umgehen sollen.

    - Interessiert man sich für Ihre Arbeit im Ausland? In welchen Ländern sind Ihre Bilder am gefragtesten?

    Vor kurzem präsentierte das weltweit einzige Museum für Ölkunst in der Republik Komi eine Ausstellung in Paris und anderen europäischen Städten. Es gab auch eine Ausstellung in den Balkanländern und in Kanada. Im nahen Ausland und in Russland finden ständig Ausstellungen und Treffen statt. Ich kann sagen, dass diese Maltechnik und die Gemälde überall von großem Interesse sind. Und das Interesse schafft Nachfrage in der Zukunft.

    - Sie gelten als der erste professionelle Ölmaler in Russland. Wird dieser Trend in der Kunst immer beliebter? Hat er Ihrer Meinung nach Entwicklungsperspektiven außerhalb Russlands?

    Allmählich gewinnt diese Richtung an Popularität. Menschen reden bereits über sie. Außerdem ist diese Richtung rein russisch. Sie zeigt eine weitere Möglichkeit der Verwendung von Öl. Dem Interesse nach zu urteilen, gibt es Aussichten für die Entwicklung der Richtung in Russland und im Ausland.

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    Tags:
    Kunst, Russland, Künstler
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