11:50 21 November 2019
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    Kundgebung zur Unterstützung der Militäroperation der russischen Luftwaffe in Syrien in Tartus

    Kollege Zufall…

    © Sputnik / Dmitri Vinogradov
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    …hatte gestern und vorgestern, also 10./11.2.2016, wohl viel zu tun!

    Beinahe zeitgleich:

    ·     Es war aus dem Kreml zu vernehmen, man denke daran, den Friedensvertrag mit u.a. der Türkei aufzukündigen.

    ·     Der türkische Präsident Erdoğan behielt sich das militärische Eingreifen in Syrien vor.

    ·     Eine A-10 Thunderbolt II der US-Airforce flog direkt über bzw. auf die Stadt Aleppo Angriffe (die hinterher Russland in die Schuhe geschoben werden sollten, inklusive – wieder einmal – zweier Kliniken; so nebenbei: die Russen waren nachweislich 20 km weit weg an diesem Tag), so auf RT Deutsch zu erfahren → Medienkrieg wie gehabt.

    ·     Der russische Außenminister Lawrow schlug im Zuge der Münchner Syrien-Konferenz eine humanitäre Waffenruhe ab 1. März vor.

    ·     Dies wurde erwartungsgemäß von seinem amerikanischen Amtskollegen Kerry vorerst zurückgewiesen mit der vordergründigen Aussage „zu spät“ (etwas abgetrennt davon war zu hören, dass die Amerikaner den Russen unterstellten, in dieser Zeit namhafte „Geländegewinne“ erzielen zu wollen).

    Tja, und bei diesem einen Wort hat es bei mir gepiepst und gesurrt und geklingelt! Was bitte heißt denn hier „Geländegewinne“? Unterschwellig, eventuell zu überhören, war es da. Nein, so nicht, auf keinen Fall!

    Russland kämpft doch in Syrien nicht um Landgewinn, um die Besetzung einer Stadt! Diese Unterstellung von Seiten einer Kolonialmacht die unzählige andere Länder überfallen und ins Chaos gestürzt hat (manche sind bis heute darin verblieben) sollte deutlich erwidert werden!

    Interessanter erschien mir aber die Zeitgleichheit zwischen Erdoğans Wunsch in Syrien einzumarschieren und der russischen Absichtserklärung, den Friedensvertrag zu beenden. Die Handlungsfreiheit für den Fall, Syrien gegen eine türkische Invasion beizustehen zu müssen oder zu wollen, wäre ohne den Vertrag eindeutig größer. Riskant dabei ist bloß der Zusammenhang mit anderen Ländern, u.a. Armenien. Da wäre Vorsicht geboten.

    Der schweigende Dritte in diesem Fall war der syrische Präsident Assad. Dieser – vermutlich wohlinformiert über Zusammenhänge die wir Leser nur im Dunkeln ahnen – hielt sich klug zurück.

    Jetzt hoffe ich eigentlich nur dass Russland durch seinen Assistenzeinsatz für Syrien nicht von Erdoğan in einen offenen Krieg gezerrt wird, der auf Dauer zu einer enormen Belastung für Russland werden könnte.

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    Tags:
    Baschar al-Assad, John Kerry, Sergej Lawrow, Recep Tayyip Erdogan, Türkei, Syrien, USA, Russland