15:01 14 November 2019
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    Minenräumung in Palmyra

    Minenräumung in Palmyra

    © Foto : Press service of the Russian Defense Ministry
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    Etlichen mag es ergehen wie mir, ich musste mich wirklich überwinden, das Video anzusehen, Minen sind etwas wovor ich große Angst hätte, lebte ich in einer Gegend die davon betroffen wäre.

    Dann war es durch, man hat kontrollierte Sprengungen von weitem gesehen, Männer in verschiedenen Monturen, mit interessanten Aussagen, einen Suchhund. Hier folgt, was mir danach durch den Kopf ging: 

    „Standing Ovations für die Truppen der Minenräumung!

    Minenräumung in Palmyra
    © Foto : Press service of the Russian Defense Ministry
    Diese Leute müssen neben allen erlernten Techniken auch enormen Mut haben und darüber hinaus einen Instinkt dafür. Das gewisse Bauchgefühl, da KÖNNTE was sein, auch wenn nach allen Messerwerten und Anzeichen alles dagegen spricht. Oft genug ist da wirklich etwas.

    Auch körperlich ist dieser Dienst schwierig genug. Wenn ich mir allein vorstelle, wie lange der Mann in der schwarzen Adjustierung gebraucht hat, um da überhaupt hinein zu gelangen, bis alles dicht ist!

    Man kann vor allem möglichen davonrennen, sich sogar eingraben zum Schutz, aber was bleibt einem noch, wenn der Boden unter den Füßen explodiert? Was würde ich hier zu sehen bekommen? Mit Sicherheit kein großes Unglück, hätte sich ein solches ereignet, hätte man es uns berichtet mit Trauer und Zorn, es aber sicher nicht live gezeigt. Dennoch habe ich einen Tag gewartet, es zu starten. Jeder hat so seine persönlichen Feigheiten, darüber bin ich mir sicher, man möge mir mein Zögern verzeihen.

    Hochintelligent müssen die Mitglieder dieser Gruppe ohnehin sein, das ganze Wissen auf diesem Gebiet, die neuesten Techniken, welche Stellen sind gefährlich (also erst einmal zu lernen, praktisch mit den Köpfen der Terroristen zu denken, wie unsereiner den Computer erlernt hat!) und vieles mehr. Den letzten Sprecher mit der Brille hätte ich jedenfalls in normalem Outfit sicher für einen Akademiker beliebiger Ausrichtung gehalten, bestimmt nicht für jemandem, der sich in staubigem Schutt bewegt, ständig mit einem Fuß im Grab. Soferne von ihm dann noch etwas übrig wäre, das man in Würde begraben kann…

    Großer Dank gebührt auch deren Angehören, dass sie nicht ständig versuchen, die Männer mit aller Kraft und allem menschlichen Einfluss davon abzubringen. Danke allen Frauen und Kindern, Eltern, Geschwistern, Verwandten und Freunden! Alle Kraft der Welt für euch!“

    Danke an alle, die zuerst den Menschen in der Region mit allen Mitteln geholfen haben, militärisch wie humanitär, sowie an jene, die jetzt helfen, dass uraltes Kulturgut wieder hergestellt werden kann, so gut wie möglich auf den status quo vor dem Krieg, damit man es irgendwann wieder gefahrlos betreten und bewundern kann!

    Bitte kommt gesund wieder, es gab schon zu viele Tote in Syrien, der Preis an Menschenleben, den die Russen für die Hilfe bezahlen darf nicht noch höher werden!

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    Tags:
    Minenräumen, Syrien, Russland