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    Die Krim – der Rubikon für deutsche Firmen?

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    Weitgehend unbemerkt und unabhängig vom politischen Getöse und völlig unbeeindruckt von der Sanktionitis unserer „Größen“ geben inzwischen schon europäische Mittelständler ihr persönliches Statement zu den Krim-Sanktionen.

    Wir erinnern uns der Panikattacken einer Frau Harms, als sie davon erfuhr, das Siemens ihr „Care- Paket“ für die Versorgungssicherheit der Krim gemäß den Wünschen Russlands zusammenstellte. Die Dame dürfte sich auf ihren Kopf stellen, ihren Kriegstanz aufführen, kurzum, das ganze Spektrum an Lächerlichkeit bieten, das unseren angeblichen Friedensaposteln so heilig ist.

    Und das Siemens nicht die einzigen sind, die dort vor Ort unterstützend tätig sind, liegt auf der Hand.

    Ob es nun um Wärmeversorgung, Energieversorgung, Klärwerkstechnologie, LTE Netze, G – Netze etc….  geht – so ziemlich alle im Bereich der Infrastruktur tätigen Konzerne geben sich auf der Krim ihr Stelldichein mit dem zu sabotierendem „Feind“.

    Da diese global tätig sind, verblüfft dies sicher niemanden. Die Deutschen dürfen nicht, nun denn, wird es eben aus China abgewickelt – wen interessiert es in diesen Konzernzentralen wirklich, was sich europäische Politiker ausdenken. Sofern wir im Falle der Sanktionen überhaupt von so etwas wie eigenständigem Denken dieser Spezies ausgehen können.

    Aber dankenswerter Weise haben wir ja überraschender Weise so etwas wie „Demokratie“ – und diese beginnt sich langsam, aber sicher durchzusetzen. Diejenigen, die sich als willenlose Vasallen erwiesen haben, werden inzwischen in ganz Europa „von unten“ unter Druck gesetzt, müssen mit ihrer politischen Exekution rechnen und versuchen gerade noch zu retten, was zu retten ist.

    Doch dies ist nur der politische Part – im wirtschaftlichen Bereich sieht dies anders aus.

    Mehr zum Thema: Integration und Entwicklung der Krim-Region

    Dort, wo Menschen handeln müssen, wo sie agieren müssen, um sich am Markt zu behaupten und die Lebensfähigkeit ihrer Unternehmen sichern müssen, dort fällen bereits heute reale Menschen mit Herz und Verstand ihre eigenen Entscheidungen. Und dies insbesondere in dem Bereich, der die deutsche Wirtschaft wirklich stark gemacht hat: dem familiengeführten Mittelstand. Eben dort, wo es auf einen wachen Verstand, Kreativität und Ideenreichtum ankommt.

    Und einer dieser deutschen Unternehmerfamilien möchte ich mit diesem Blog voller Bewunderung meine persönliche Laudatio aussprechen. Es geht um die Firma VEKA, einen mittelständischen Fensterbauer, der aufgrund seiner Innovationskraft zum Weltmarktführer aufgestiegen ist, ein deutsches Familienunternehmen, das sich seit 1969 aus sich selbst heraus erschaffen hat.

    Es geht den entscheidenden Schritt des zivilen Ungehorsams, es zeigt dort Flagge, wo Flagge zeigen notwendig ist. In diesen Tagen eröffnete dieses Unternehmen gemeinsam mit einem örtlichen Partner seine Präsentationsräume auf der Krim, genauer in Kertsch, und dies in keinster Form verschämt, nein, sie stehen mit ihrem Namen für ihre Entscheidung ein.

    Dazu möchte ich der Familie Laumann gratulieren. In einer Laudatio auf den sich zurückziehenden Firmengründer Heinrich Laumann in den Warendorfer Nachrichten wurde dieser einmal als „gewiefter Stratege und Taktiker“ bezeichnen. Es scheint so, als ob er diese Gene an die nächste Generation weiter gegeben hat.
    Ich jedenfalls wünsche dieser Familie für ihren Start auf der Krim nicht nur das Beste, sondern das Allerbeste!

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    Krim, Deutschland, Russland