01:52 22 November 2019
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    Altstadt von Aleppo

    Wer hat Syriens Städte zerstört?

    © Sputnik / Michael Alaeddin
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    Bilder zerbombter Städte, die Russische Luftwaffe wirft Bomben auf Syrien, da macht es bei manchem Deutschen Klick und schon schwirren die Gerüchte durch den mainstream, die Russen haben Syriens Städte zerstört und den Flüchtlingsstrom verursacht und werfen sogar Streubomben, die so böse sind, wie Fassbomben.

    Deutschland hat im zweiten Weltkrieg 75.000 Tonnen Bomben auf England abgeworfen. Die Alliieretn haben auf Deutschland 2.000.000 Millionen Tonnen abgeworfen, selbst mit 1000- Bomber Einsätzen haben sie dazu Jahre gebraucht, das Ergebnis kennen wir von Bildern, aber Vorsicht: Die Briten hatten die Technik des Feuersturmes zur Vollendung entwickelt, die Ziegel-Holz-Bauten verzehrten sich selbst, die wenigen Stahlbetonbauten blieben stehen!

    Um Syriens Stahlbetonbauten zu zerdeppern, bedurfte es daher erheblicher Sprengkraft und die kann man nicht mit einer so mickrigen Bomberflotte, wie sie die Russen sie am Start hatten, ins Land bringen. Außerdem ist es eine Frage der Kosten, wir erarbeiten für eine Tornado- Flugstunde in Syrien 40.000€, für eine Eurofighter- Flugstunde im Baltikum 70.000€. Die Russen produzieren billiger, die Details mögen Sie bei Gordon Duff bei VT (nein, nicht wie Verschwörungstheorie, sondern wie Veterans Today, der Bursche war in Vietnam und kann uns von daher auch kompetente Charakterstudien von McCain und Kerry liefern) nachlesen, aber die Russen haben auch weniger, wie Viele nicht müde werden, festzustellen.

    Als die Russen in Syrien antraten, habe ich mir Bilder von Homs und Kobane angeschaut und ich war entsetzt, ganze Straßenzüge von Stahlbetonbauten waren platt, platter als Deutschland 1945. Noch 2 Jahre zuvor hatte Webster G Tarpley aus Homs berichtet, es war damals noch eine fast friedliche Stadt, Brennstoff war knapp und die Menschen hätten gerne mehr Armee in der Stadt gehabt, wegen der Scharfschützen abends auf den Dächern. Was sich in der Zwischenzeit ereignet hatte, war kein kleiner Krieg, was war geschehen, wie war das überhaupt technisch möglich? Kobane war nicht nur der Türkischen Luftwaffe (laut Wikipedia 270 F-16 und seit 2014 F-35 Test) exponiert, sondern auch der Artillerie. Aber Homs?

    Die Antwort findet man, indem man  FSA Hell Cannon  googelt und sich die reichlich vorhandenen Youtube- Videos anschaut. Heute, da ich einige Syrische Flüchtlinge kenne, wundere ich mich, daß sich der Verein einen englischen Namen gegeben hat (und seine Wunderwaffe mit englischer Bezeichnung online vermarktet), die allerwenigsten Syrer können englisch!

    In Syrien wurde also mit Gas gekocht und geheizt, diese Stahlflaschen werden von den Terroristen gestohlen (der Brennstoffmangel in Homs?), mit Ammoniumnitrat gefüllt, einem Dünger, der aus der Türkei geliefert wird (auch der Attentäter von Oslo hatte sich damit eingedeckt, in Deutschland ist es seit den schlechten Erfahrungen 1923 in Oppau nur noch in nicht- explosiven Mischungen im Handel) an die Flasche wird ein Leitwerk geschweißt und ein Zünder montiert und mit einer weiteren Portion Ammoniumnitrat wird das ganze ins nächste Gebäude gefeuert. Militärs nennen das Mörser. Mit Drogen und Allah Akbar geht das besonders gut. Da das Gebäude sich nicht wehrt, muß es bald fallen.Als Engagement für die Demokratie würde ich das nicht bezeichnen, noch nicht einmal als Krieg gegen Assad, es geht einfach nur darum, Syrien zu minimalen Kosten zu zerstören, ein IS etc Kämpfer kostet 500$ im Monat.

    Jetzt lesen wir auch noch, daß die Russen in Syrein böse Streubomben eingesetzt haben und sogar, daß sie damit Syriens Städte zerstört haben.Bei Wikipedia steht aktuell, daß 5 Streubombeneinsätze in Syrien nachgewiesen wurden, wie? die Quelle beschreibt den Streubombeneinsatz der US Airforce im Jemen mit einem Abzweig zu 'HMR' Den Verein kennen wir auch schon, Tage, bevor die Russen in Syrien antraten, gab es mal wieder einen Versuch, in Sy eine 'Flugverbotszone' einzurichten, in Deutschland wurde die Kampagne von 'Adopt a Revolution now' aus Leipzig gefahren und dieser gemeinnützige Verein hat 'nachgewiesen', daß der red line- Giftgaseinsatz von Damaskus von der Syrischen Armee ausging, wozu HMR- Daten plump gefälscht wurden, wobei aber nicht klar wurde, wer die Daten manipuliert hat.

    Heute wissen wir, daß es eine Türkische Aktion war, um die USA in den Krieg zu trixen, was die Russen verhindern konnten durch die Herausgabe der chemischen Waffen der Syrer, was schon längst hätte geschehen können. Assad hatte damals vorgeschlagen, ALLE ABC- Waffen aus der Region abzuziehen, eine sehr gute Initiative, aber Israel hat nicht mitgemacht. Also, vielleicht 5 Rusische Streubombeneinsätze in Syrien am 14.09. 2016 berichtete Sputniknews, daß die Rusische Luftwaffe 250 Terroristen bei Palmyra getötet hat, die sich dort zu einem Angriff sammelten und ich muß sagen, daß die Streubombe das Mittel der Wahl ist, um eine solche Streu-Truppe in der Wüste zu bekämpfen.

    Die Entwicklung der modernen Kriegsführung seit Afganistan über Jugoslavien, Libyen bis Syrien nötigt uns, unsere Vorstellung von 'Bodentruppen' zu aktualisieren. In Formation marschierende Soldaten gibt's nur noch bei Paraden, das ist gewissermaßen Folklore. Die NATO war immer besorgt wegen der vielen Panzer des Warschauer Paktes, seit 1972 hat MBB die DU (abgereichertes Uran oder Atommüll) Munition entwickelt. Ein solches Projektil flutscht in einen Panzer fast wie photoshop- Boeings ins WTC, die Insassen verdmpfen, keine Leichen, keine häßlichen Photos. Mit einer Milan- Panzerfaust kann ein Mann einen Panzer vernichten, damit ist die Panzerwaffe out. Die Syrischen Terroristen haben keine DU- bazookas, sondern ältere Modelle, Saudiarabien räumt seine Lager und so können sich die Terroristen in Syrien damit rühmen, daß sie mit einer Waffe, die einst über 100.000$ gekostet hat, 4 Syrische Soldaten treffen.

    Wie wir von John Perkins (confesions of an economic hit man) wissen, hat die USA nach der Ölkrise mit den Saudis nicht nur vereinbart, daß sie Öl nur noch gegen $$ verkaufen (das rettete die $- Nachfrage nachdem Nixon die Goldbindng wegen Vietnam kappte) und daß die USA das Land entwickeln und zu diesem Zwecke die Hälfte der $$ gleich für die Saudis ausgeben. Eine feine schwarze Kasse und die Saudischen Waffenlager füllten sich mit US Waffen, die weltweit größte F-15 Dichte findet sich in der Region und die vielen Prinzen eines 80 Frauen Harems wollen die Vögel auch mal ausreiten.

    Damaskus: Alltag im Bombenhagel
    © Sputnik / Valeriy Melnikov
    Da Panzer nichts mehr taugen, rückt wieder der Mann in den Focus des Interesses. Historisch wurde er verbal- akustisch gesteuert, darum mußten die Männer in der Reichweite des Geschreis ihres Bosses bleiben, vorne erwarteten ihn vielleicht Tod oder Orden, damit der Mann nach vorne ging, mußte ihn hinten der sichere Tod erwarten. Damit die Regie den Überblick behielt, wurden die Männer farblich gekennzeichnet, damit der Gegner den Überblick verlor, wurden sie zugleich farblich getarnt.

    Heute ist alles anders, der Drang der Männer, sich dem Tode zu entziehen, wird mit Drogen und begleitender Gehirnwäsche unterdrückt. die Führung erfolgt durch einen Knopf im Ohr, den brauchen nur 10% der Truppe, der Rest der Führung kann dann immernoch durch Geschrei erfolgen. Im Ergebnis ist visuell nicht mehr festzustellen, ob eine Truppe anwesend ist und wer zu ihr gehört. Die Knöpfe können über eine geschlossene Usergroup angesprochen werden und solche Usergroups können von einem eigenen Funknetz gemanaged werden, bei einer so günstigen Geografie, wie in Libyen kann das von einer Drohne über dem Mittelmeer bereitgestellt werden. Solche einzelnen Männer sind äußerst schwer zu bekämpfen und es ist schon ein Glücksfall, wenn sie sich in der Wüste sammeln.

    Die Meinung des Autors muss nicht mit dem Standpunkt der Redaktion übereinstimmen.

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    Tags:
    Syrien