10:51 21 September 2017
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    Die Russische Sprache

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    von Humboldt
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    Bekanntlich ist die Sprache der Schlüssel zum Verständnis anderer Kulturen. Daher kann die Arbeit eines Dolmetschers und Übersetzers nicht hoch genug gewürdigt werden. Um dem Ausdruck zu verleihen, wurde vom 28.09.2016 bis einschließlich 02.10.2016 in Rom ein Forum abgehalten, bei dem auch die Rolle der Russischen Sprache ein wichtiges Thema war.

    Das Forum wurde von der Moskauer Universität Lomonossow auf die Beine gestellt und in Koordination mit so namhaften Instituten und Hochschulen, wie der Nouvelle Sorbonne Paris III, Internationale Universität Rom (UNINT) und das Europäische Institut (ISPES) an der Internationalen Universität Rom (UNINT) durchgeführt. Dabei nahmen mehrere Dutzend Sprachwissenschaftler, Dolmetscher und Übersetzter aus unterschiedlichen Ländern teil.

    Zentrales Thema dieser Veranstaltung war die Übersetzung und die Verbreitung der Russischen Sprache, die im globalen Wettbewerb einen immer bedeutenderen Platz einnimmt. Dies wird auch durch eine stete ansteigende Anzahl an Schüler und Studenten bestätigt, die in den letzten zwei Dekaden weltweit die Russische Sprache erlernt haben.

    Ein plausibler Grund dürften dafür die guten Handelsbeziehungen mit der Russischen Föderation sein, deren überragende Bedeutung für Europa und der Welt erst durch die jüngst verhängten „Wirtschaftssanktionen der EU“ gegen Russland, so richtig ins Bewusstsein der Allgemeinheit getreten sind. Es wird aktuell wohl kein Land der EU geben, dass nicht unter dem Aderlass dieser sehr seltsamen – oder nennen wir es bei Wort – selbstzerstörerischen Wirtschaftssanktionen lechzt.  

    Russland ist aber auch ein kulturelles Schwergewicht und von daher immer im Zentrum medialer Aufmerksamkeit. Hierbei nimmt die Russische Sprache eine überragende Bedeutung ein. Einige wollen russische Klassiker, wie Pushkin, Tolstoi oder Dostojewski im Original lesen (was kein Pappenstill ist), andere wollen Russland und seine Bewohner besser kennenlernen.

    Die Kenntnis einer oder mehrerer Fremdsprachen macht aber aus  jemandem noch lange kein Dolmetscher. Denn der Beruf des Dolmetschers gehört zu den schwierigsten Tätigkeiten, die das menschliche Gehirn leisten muss. Dabei müssen in kürzester Zeit neue Begriffe erlernt werden und spielerisch von einem Sprachsystem in das andere gesetzt werden. Themen und Sachverhalte müssen schnell durchdrungen und verstanden werden. Diese Fähigkeit ist ohne Zweifel nur einer bestimmten Anzahl von Menschen gegeben.

    Gemäß den Worten des Vizepräsident der CIUTI Nicolay Garbovskiy, der auch Direktor an der Staatlichen Hochschule Moskau Lomonossow für Fremdsprachen ist, gibt es aber im Dolmetscherberuf so etwas wie eine „Übersetzung“ nicht. Viel eher handelt es sich dabei um eine „Erklärung“. Entsprechend groß ist die Verantwortung, die ein Dolmetscher bei seinen „Erklärungen“ trägt — man denke nur an die vielen Gipfel in der Wirtschaft und Politik, wo jedes Wort und jeder Satz sitzen  muss.

    Aber es gibt auch Menschen – Staatsmänner wie der russische Präsident Vladimir Putin zum Beispiel – der zumindest für die Deutsche Sprache keinen Dolmetscher braucht. Wie man weiß, spricht der russische Präsident Vladimir Putin fließend Deutsch – eine gute Voraussetzung, um in Zukunft gemeinsam für Friede und Wohlstand in Europa zu sorgen.  

    Die Meinung des Autors muss nicht mit dem Standpunkt der Redaktion übereinstimmen.


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