04:11 02 Juni 2020
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    Was wissen wir konkret über die gesellschaftliche und politische Entwicklung in unseren europäischen Nachbarstaaten, mit denen wir in Zukunft gemeinsam Freude und Leid teilen sollen oder wollen?

    Ein Migrant in einem Zeltlager in Paris
    © AFP 2020 / Philippe Lopez
    Es vergeht kein Tag, an dem in den Staatssendern ARD und ZDF sowie in den üblichen Qualitätsmedien der Bundesrepublik Deutschland nicht über die EU berichtet oder geschrieben wird. Da wird gelobt und gescholten und je nachdem, wie gut man seine Hausaufgaben gemacht hat, gibt es auch ein Sonderlob von oberster Stelle.

    Dass die dabei angeschlagene Rabulistik gegenüber Präsident Vladimir Putin oder gleich gegen ganz Russland immer groteskere Züge annimmt, dürfte inzwischen jedem, der Augen im Kopf hat und mit einem gesunden Menschenverstand ausgestattet ist, aufgefallen sein.

    Nehmen wir dazu ein einfaches aber sehr augenfälliges Beispiel – das Heute Journal mit Claus Kleber. Hierfür ist es notwendig, dass Sie zunächst den Ton ganz runterdrehen. Wichtig ist nur seine Mimik, seine Gestik und die Kameraführung. Achten Sie genau auf seine Augen. Jetzt auf seine Körpersprache und Gestik. Alles ist genau orchestriert und nichts dem Zufall überlassen.

    Doch manchmal passiert es, dass Claus Kleber unverhofft eine Sekunde zu früh von der Kamera eingefangen wird und er dann von einem Moment auf den anderen vor unseren Augen schlagartig seinen Gesichtsausdruck verändern muss. Genau in diesem Augenblick sehen Sie dem „echten“ Claus Kleber ins Gesicht. Damit das nicht so oft passiert, dreht er Ihnen oftmals zu Anfangs seinen Rücken zu – so kann er nach allen Regeln der Kunst wieder seine Maske aufsetzen und läuft nicht Gefahr, unverhofft in die Kamera blicken zu müssen. Doch kehren wir zurück zu Europa – wie steht es mit Europa wirklich?

    Was ist von der schleichenden Islamisierung unterschiedlicher Staaten der EU wie Italien, Österreich, Deutschland, Belgien, Niederlande, Norwegen oder Schweden zu halten; was von Politikern wie Merkel, Schäuble, Schulz, Gabriel oder Gauck, die einmal stirnrunzelnd, ein anderes Mal deutsch-lächelnd mit dem Grundhundpathos eines Bismarckpreußen uns Europäer plausibel machen wollen, dass der Islam zu Europa gehöre oder mit unseriösen Handelsverträgen wie TTIP oder CETA dir nichts, mir nichts  uns über den Tisch ziehen wollen?

    Wer es hierzulande wagt, darüber einen kritischen Ton anzuschlagen, wird von ihnen und ihren Kohorten entweder gleich als armseligen Spinner angesehen oder als Staatsfeind deklariert.

    Haben Sie in letzter Zeit in den bundesrepublikanischen Staatssendern und Qualitätsmedien auch kontroverse Positionen aus Frankreich, Italien oder Spanien gehört oder gelesen, die entgegen der Meinung unserer Zukunftsmanager dort alles andere als eine Randerscheinung sind? Themen wie die Islamisierung Europas etwa oder die zu tausenden illegal eingewanderten Wirtschaftsflüchtlingen, gegen die sich eine immer entschiedenere Bevölkerungsfront formiert?

    Stellen wir uns also die Frage: Was wissen wir konkret über die gesellschaftliche und politische Entwicklung  in unseren europäischen Nachbarstaaten, mit denen wir in Zukunft gemeinsam Freude und Leid teilen sollen oder wollen?

    Die Meinung des Autors muss nicht mit dem Standpunkt der Redaktion übereinstimmen.

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    Tags:
    Heutejournal, Islamisierung, CETA, TTIP, ZDF, ARD, Claus Kleber, Wolfgang Schäuble, Martin Schulz, Joachim Gauck, Sigmar Gabriel, Wladimir Putin, Europäische Union, Russland