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    Flüchtlinge an der griechisch-mazedonischen Grenze

    Operation Taxi

    © AP Photo / Santi Palacios
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    von Humboldt
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    Mehr als 133000 sogenannte Flüchtlinge wurden schon in Aufnahmezentren untergebracht – der größte Teil in der Lombardei, wo es nur noch ein Katzensprung bis nach München ist mit seiner bis weit über den Wendekreis des Krebses hinaus bekannt gewordenen Willkommenskultur.

    Das vom italienischen Innenministerium (Viminale) gezeichnete Bild ist beängstigend: Hafenstädte wie Augusta, Palermo, Messina, oder Lampedusa erleben zur Zeit einen Ansturm, der an die Invasion der Alliierten auf Sizilien im Jahre 1943 denken lässt und als Operation Husky in die Geschichtsbücher einging.

    Dabei kamen damals 3000 Schiffe, mehrere Schlachtschiffe, Flugzeugträger, über 2500 Flugzeuge und an die 180000 Soldaten zum Einsatz – was ungefähr der Anzahl der diesjährigen zu erwartenden sogenannten Flüchtlingsneuzugänge auf Sizilien entspricht.

    Seit Anfang des Jahres 2016 landeten 158000 auf italienischen Boden – genauer gesagt 158205, also soviel, wie Livorno, Perugia oder Cagliari Einwohner hat. Die Zahlen stammen aus einem statistischen Bericht des Innenministeriums und wurden am 27.10.2016 nochmals aktualisiert. Verglichen mit den Zahlen des Zeitraums 2014 und 2015, ergibt sich eine Steigerung an Neuzugänge von 13 Prozent, sodass bis Ende des Jahres mit 170000 sogenannten Flüchtlingen zu rechnen ist.

    Entsprechend der vorliegenden Angaben befinden sich unter den 158205 sogenannten Flüchtlingen auch 19429 unbegleitete Minderjährige. Insgesamt gesehen stammt einer von fünf aus Nigeria, einer von acht aus Eritrea, zwischen 6 bis 7 Prozent aus der Elfenbeinküste, Sudan, Guinea oder Gambia. Der Rest stammt aus Mali, Senegal, Somalia und Bangladesh. Also alles Länder wo meines Wissens zumindest kein Krieg herrscht.

    Das lukrative Geschäft mit der Überfahrt erledigen überwiegend Ägypter, während für den Nachschub hauptsächlich Senegalesen und Gambier sorgen. Einmal italienischen Boden unter den Füßen, werden die Neuankömmlinge sofort über ganz Italien verteilt, wobei die Lombardei den Löwenanteil abbekommt (wahrscheinlich weil es von dort nicht mehr weit bis  Bayern ist, wo die Willkommenskultur beheimatet ist),  gefolgt von Sizilien, Piemont, Venetien, Kampanien, Lazio sowie Toskana, Emilia-Romagna und Apulien.

    Für Simona Bordonali von der Lega Nord, die auch das Amt des Referenten für Einwanderung in der Region Lombardei innehat sind das „grauenhafte Zahlen“. Zwei von drei dieser sogenannten Flüchtlinge werden weder Asyl noch irgendeine Unterstützung bekommen. Ein großer Teil davon wird daher untertauchen oder versuchen, nach Deutschland zu gelangen, wo noch ausreichende Kapazitäten vorhanden sind.

    Die Meinung des Autors muss nicht mit dem Standpunkt der Redaktion übereinstimmen.

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    Tags:
    Wendekreis des Krebses, Viminale, Operation Husky, Willkommenskultur, Lega Nord, Simona Bordonali, Bayern