20:23 24 Juni 2019
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    Eine Muslimin (Symbolbild)

    Die Unterwerfung

    © AFP 2019 / Patrick Baz
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    von Humboldt
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    Wer bei Anne Will kürzlich die Diskussion über das Verschleierungsverbot verfolgte, wird sich vielleicht die Frage gestellt haben, was CDU-Politiker Wolfgang Bosbach dazu bewog, an dieser Sendung teilzunehmen um schließlich und endlich mit seiner Einstellung zur Verschleierung nicht hinterm Berg zu stehen.

    War es vielleicht die Angst vor einem weiteren Stimmenzuwachs der AfD oder wohlmöglich die späte Einsicht, dass sich die Flüchtlingspolitik der gegenwärtigen Regierung immer mehr zu einem Fiasko entwickeln könnte?

    Werfen wir daher einen Blick über den Ärmelkanal, wo sich für Europa und Deutschland schon viel praxisbezogenes Anschauungsmaterial bietet.

    Sinnbildlich für Großbritanniens multikulturelle Gesellschaft sind sicherlich auch seine islamischen Gerichte – auch unter dem Namen Scharia bekannt – welche schon Anfang der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts auf der britischen Insel legalisiert wurden. Inzwischen beläuft sich ihre Zahl auf circa 80. Sie sind  innerhalb der Moscheen untergebracht und im ganzen Land verteilt.

    Seit dieser Zeit wurden gegenüber britischen Staatsbürgern islamischen Glaubens schon zahlreiche Urteile im Bereich des Familien- und Eherecht gefällt. Alle gefällten Urteile stehen im Widerspruch zur staatlichen Rechtssprechung des Vereinigten Königreiches. Die Hauptleidtragenden sind – wie kann es anders sein – die Frauen, welche der Prophet Mohammed gegenüber den Männern von vorneherein anthropologisch minderwertiger einstuft, was man alleine schon an ihrem mangelnden Intellekt erkennen könne.

    Der Koran wiederum lege fest, dass die Zeugenaussage einer Frau im Unterschied zum Mann nur die Hälfte zähle. Im Falle einer Erbschaft stehe der Frau bestenfalls die Hälfte zu. Der Mann könne bis zu vier Frauen heiraten, die er je nach Belieben verstoßen oder im Falle, dass sie sich seinen Anordnungen widersetze, bis zu ihrem Tod isolieren.

    Sollte sich die Frau von ihrem Ehemann trennen wollen und es zur Ehescheidung kommen, verliere sie jegliches Recht auf die Mitgift.  Auch ein Mitspracherecht bei der Aufziehung der Kinder wäre ihr verwehrt, da die Nachkommen nach islamischen Recht dem Vater angehören, von welchem diese auch ihre Abstammung und ihren Glauben erhielten.

    Und so verwundert es kaum, dass Frauen muslimischen Glaubens im Vereinigten Königreich immer größerer Gewalt, Unterdrückung und Willkür ausgesetzt sind. Sei es, dass sie ihrem poligamen Mann als zweite, dritte oder vierte Frau in vielerlei Hinsicht dienlich sein oder etwaige körperliche Gewalt stillschweigend über sich ergehen lassen müssen.

    Doch inzwischen scheinen sich in der Heimat Heinrich des VIII. von höchster Stelle Bedenken anzudeuten. Theresa May hatte schon Anfang des Jahres, als sie noch das Amt des Innenministerin innehatte, auf die menschenunwürdigen Praktiken der islamischen Gerichte in ihrem Land gegenüber muslimischen Frauen hingewiesen. Damals versprach sie zu überprüfen – sollte das konservative Lager die nächsten Parlamentswahlen gewinnen –  ob die islamischen Gerichte mit der Rechtssprechung und den Werten des Vereinigten Königreiches vereinbar seien.

    Doch während man in Großbritannien den Versuch eine multikulturellen Gesellschaft zu etablieren, zu Grabe trägt, scheint man in Italien anderer Ansicht zu sein. Dort könnte eine Gesellschaft, in welcher Menschen unterschiedlicher Ethnie und Religion ohne einen gemeinsamen Wertekodex, ohne identitätsstiftende Gemeinsamkeit, ja sogar ohne eine für alle Staatsbürgern Italiens gültigen Rechtssprechung in Zukunft in Eintracht und Harmonien unter einem Dach leben.

    Dazu konnte man erst kürzlich in der italienischen Tageszeitung „Corriere della Sera“ in einem Artikel von Luigi Ippolito folgende Sätze lesen:

    „Ist es denkbar, dass es in Europa parallel zu unseren Rechtssystemen ein legalisiertes Rechtssystem gibt, dass sich eher nach den Prinzipien der Scharia ausrichtet?“ und abschließend:  „Bisweilen kann ein Mittel der Unterdrückung sich als ein Instrument zur Ebnung eines emanzipatorischen Weges erweisen. Sollte man daher nicht das Beil der Aufklärung zur Seite legen, deren Endprodukt die Guillotine ist, und in Fragen der Kultur und Glauben den Weg des Empire folgen?

    Im Klartext bedeutet dies nichts anderes, als das man die Scharia in Staaten wie England oder jetzt Italien legalisieren sollte, da ansonsten der gewaltsame Konflikt zwischen unterschiedlichen Ethnien und Religionsgemeinschaften allen „Wir-schaffen-das-Parolen“ zum Trotz, programmiert sei.

    Die Meinung des Autors muss nicht mit dem Standpunkt der Redaktion übereinstimmen.

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    Tags:
    Koran, Flüchtlingspolitik, Islam, Scharia, multikulturelle Gesellschaft, Verschleierungsverbot, Unterwerfung, Zeitung „Il Corriere della Sera, Partei Alternative für Deutschland (AfD), CDU, Luigi Ippolito, Theresa May, Heinrich VIII, Anne Will, Wolfgang Bosbach, Vereinigtes Königreich, Italien, Großbritannien