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21:46 19 September 2019
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    Magnus Carlsen und Sergei Karjakin bei der Schachweltmeisterschaft in New York

    FIDE Schachweltmeisterschaft

    © Sputnik / Nancy Sisel
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    Während das monatelange Duell zwischen Hillary Clinton und Donald Trump um das Amt des 45. US-Präsidenten ein glückliches Ende nahm – erreicht diesen Freitag den 11.11.2016 in New York ein nicht weniger spannendes Duell seinen vorläufigen Höhepunkt. Dabei geht es um nicht weniger als den Schachweltmeistertitel.

    Bei den Rivalen handelt es sich um den Norweger Magnus Carlsen und seinen russischen Kollegen Sergei Karjakin. Beide sind Jahrgang 1990 und haben schon mit 12 beziehungsweise 13 Jahren den Großmeistertitel gewonnen. In zwölf Einzelpartien wird bis zum 28 November 2016 entschieden, wer der nächste Schachweltmeister wird.

    Bei einem Stand von 6 zu 6 wird der Ausgang durch Schnellschach-Partien entschieden. Bei einem normalen Spiel stehen den Spielern jeweils 100 Minuten für die ersten 40 Spielzüge zur Verfügung. Danach 50 Minuten für weitere 20 Züge und am Ende nochmals eine viertel Stunde.

    Für jeden Zug bekommt der Spieler zusätzlich 30 Sekunden angerechnet. Partien von über hundert Zügen sind keine Seltenheit. Im Durchschnitt kann so eine Schachpartie um die vier Stunden dauern. Am Ende erwartet den Sieger ein Preisgeld von 1.000.000 Dollar.

    Während der amtierende Schachweltmeister Magnus in den letzten Jahren mehr oder weniger zum Medienstar aufgestiegen ist, weiß man über seinen russischen Herausforderer im Westen nicht sehr viel.

    Doch im Gegensatz zu seinem norwegischen Rivalen Magnus Carlsen kann Sergei Karjakin schon eine Menge an Lebenserfahrung vorweisen. So heiratete er mit 19 Jahren die ukrainische Großmeisterin Kateryna Dolzhikova, von der er sich aber schon ein halbes Jahr später wieder trennte. Inzwischen ist er mit der Russin Galiya Kamalova verheiratet, mit der er einen einjährigen Sohn hat.

    Sergei Karjakin ist ein zäher Bursche und von einem unerschütterlichen Kampfgeist beseelt. Er wurde am 12. Januar 1990 in Simferopol auf der Halbinsel Krim geboren. Nachdem die Insel Krim per Volksentscheid wieder in den Schoß von Mütterchen Russland zurückgekehrt ist, hat Karjakin sofort die russische Staatsbürgerschaft beantragt, was in westlichen Schachkreisen zunächst für gewisse Irritationen gesorgt hat – ein Grund mehr für Karjakin, seine Sympathie und Loyalität gegenüber den russischen Präsidenten Vladimir Putin noch einmal zu bekräftigen. Drücken wir ihm die Daumen.

    Die Meinung des Autors muss nicht mit dem Standpunkt der Redaktion übereinstimmen.

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    Tags:
    FIDE, Wladimir Putin, Sergei Karjakin, Magnus Carlsen, Barron Trump, Hillary Clinton, Russland, Krim, Simferopol, New York