16:28 20 November 2017
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    Schreibtisch eines Militärfotografs (Symbolbild)

    Reuters, AFP und Getty vermarkten den Fake gegen Syrien

    CC0 / Pixabay
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    von Zivilist
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    Die jüngste Giftgas- Kampagne gegen Syrien wurde hauptsächlich im globalen TV gefahren, aber Ammar Abdullah und Omar Haj Kadour haben genug Fotos geliefert, um den Fake zu entlarven.

    Am 4. April lief eine globale TV Kampagne: Wieder Giftgas in Syrien. Alles Andere bleibt vage. Es gibt ein Loch in der Straße in Khan Sheikhoun, es gibt aber keine Siedlung in Windrichtung, die über 80 Tote und 557 Verletzte liefern könnte, es gibt keine Bilder von annährnd so vielen Toten und Verletzten, es gibt Bilder von einem Steinbruch, offenbar einer militärischen Anlage von An Nusra, deren Lage bis heute nicht bekannt ist. Angeblich wurden Opfer in Türkische Krankenhäuser gefahren, dabei kann es sich nur um das 120 Km entfernte Reyhanli handeln, erstaunlich genug, aber wo sind die Bilder der Krankentransporter- Karavane? Es gibt sie nicht. Bei Sarin ist schnelle Hilfe ist wichtig, aber die Behandlung ist langwierig. Wo sind die Pflegeberichte der 557 Verletzten?

    Videos und Fotos

    Das Videomaterial hat Theodore A. Postol vom MIT analysiert und gezeigt, daß dieses Giftgasereignis jedenfalls nicht das war, was der Bericht des White House behauptet. Postol zeigt auch Videostills aus einem Steinbruch zu früher Stunde.

    Hier habe ich bereits gezeigt, daß Ammar Abdullah gegen Mittag mit einem zweiten Fotografen 'Nachlesebergbau' betrieben hat, um die Fotos über seine Agentur Reuters global zu verbreiten. Reuters liegt also das ganze Konvolut seiner Fotos vor, einschließlich Bilddaten. Bei Reuters arbeiten Profis, die ganz genau wissen, daß sie da gestellte Bilder verkaufen, vielleicht hat Reuters sie sogar in Auftrag gegeben.

    Das Lazarett im Steinbruch

    Es wird behauptet, daß im Laufe das 4. April ein weiterer Luftangriffauf erfolgte, auf das Lazarett im Steinbruch. Reuters 'beweist' das mit diesem Foto von Ammar Abdullah, wie ich im oben verlinkten Beitrag bereits dargestellt habe. Darüberhinaus gibt es Innenaufnahmen von Omar Haj Kadour. Wir sehen Unordnung, aber nichts, was wirklich auf einen Luftangriff hinweist, die Neonröhren an der Decke leisten dem Fotografen treue Dienste. Einen solchen 'Beweis' lieferte bereits 2015 die US- NGO SAMS über Spiegel und Tagesschau.

    Wichtig ist die Verknüpfung von Außen- und Innenaufnahmen, um sicher zu sein, daß es sich um denselben Ort handelt. Hier (zur Abwechslung von UPI) und hier und hier wird das tote Mädchen, das Ammar Abdullah im Steinbruch, angekleidet fotografiert hat, nackt 'behandelt' Die Innenaufnahmen dürften also NACH den Außenaufnahmen erfolgt sein. Für das Foto vom Luftangriff sind dann alle Laken von den Liegen verschwunden, auf der hinteren Liege befindet sich aber schon wieder ein Handschuhspender. Kuriose Folgen eines Luftangriffes! Den Raum selbst kann man nur als Lazarett bezeichnen, die Liegen eigenen sich zu Notoperationen, die Beleuchtung ist schlecht, sterile Kochsalzlösung ist aber reichlich vorhanden. Hier sind keine 600 Opfer behandelt worden, und wo sind die Betten, im Steinbruch?

    Eine weitere Verklammerung der Szenen liefert dieses Foto. Die Bahre mit der Leiche, die wir aus diesem Bild kennen, sehen wir jetzt neben dem 'Seiteneingeng'. Die Leiche hat einen ungewöhnlich dünnen Unterleib.

    Die von Getty und AFP global verbreiteten Fotos von Omar Haj Kadour liefern jedenfalls keinen Beweis für einen Giftgasangriff in Khan Sheikhoun um 6:30, keinen Beweis für einen Luftangriff auf das Steinbruch- Lazarett. Sie liefern jedoch Hinweise auf einen für Notoperationen, Leichenhandling und illegale Organentnahmen zum Zwecke des illegalen Organhandels geeigneten Ort. Wie oben bereits für Reuters und Ammar Abdullah ausgeführt, gilt auch hier, die Profis bei AFP und Getty müssen wissen, daß sie gestellte Fotos verkaufen und es ist nicht auszuschließen, daß sie diese selbst in Auftrag gegeben haben.

    Es wurde auch behauptet, daß das Lazarett UND das Hauptquartier der white helmets angegriffen wurden. Wir sehen, daß sich im Steinbruch nicht nur die white helmets tummeln, sondern auch eine weitere Organisation. Es ist also gut möglich, daß es sich bei diesem militärischen Objekt um ein Hauptquarteir der An Nusra handelt.

    Omar Haj Kadour's Waffenstudien

    Betrachtet man Omar Haj Kadour's fotografisches Gesamtwerk, so sieht man, daß seine Fotos von AFP und Getty verbreitet werden und man stößt auf interessante waffentechnische Studien. Hier sehen wir die aus Gasflaschen gefertigten Granaten der Hell Cannons, die sich nicht wirklich für den militärischen Einsatz eignen, aber um so besser zur Zerstörung von Syriens Städten. Hier sehen wir Granaten- Tuning durch die Rebellen und hier Raketen etwas größeren Kalibers. Interessant ist das insofern, weil bei den redline- Gigtgas- Event 2013 in Damaskus große Raketen (30 cm Durchmesser) unbekannter Herkunft mit beachtlichen 56 Liter Sarin zum Einsatz kamen. Die Größe wurde als Indiz gewertet, daß sie von der Syrisch Arabischen Armee abgefeuert sein müßten.

    UN Konvoi

    Die bekannten Fotos von dem Überfall auf den UN Konvoi westlich von Aleppo stammen von Reuters — Ammar Abdullah und von AFP — Getty — Omar Haj Kadour. Der Vergleich dieser Bilder legt nahe, daß sie auch diesen Fototermin gemeinsam wahrgenommen haben.

    Die Meinung des Autors muss nicht mit dem Standpunkt der Redaktion übereinstimmen.

    Tags:
    Steinbruch, Sarin, Giftgas, Getty, AFP, Reuters, Omar Haj Kadour, Ammar Abdullah, Khan Sheikhoun, Idlib, Syrien
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