11:42 25 September 2017
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    Der Siegestag 2017 in Berlin

    Den Pobedy – Der Tag des Sieges in Berlin

    © Foto vom Blogger Alex Ro
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    von Alex Ro
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    Der wohl wichtigste Feiertag im Postsowjetischen Raum. Überall wird er gefeiert: Moskau, Astana, Minsk, usw., doch in der deutschen Hauptstadt ist wohl die einzigartigste Atmosphäre, nicht nur aus historischer Sicht. Beigefügte Videos verdeutlichen dies.

    Ich war in meinem noch jungen Leben an vielen Orten des Postsowjetischen Raums: Moskau, Sankt Petersburg, Astana, Karaganda, Temirtau, Simferopol, Jalta, Sewastopol und in Minsk konnte ich zumindest ein paar Stunden im Flughafen verbringen.

    Memorial den sowjetischen Soldaten
    © Foto vom Blogger Alex Ro
    Memorial den sowjetischen Soldaten

    Diesmal ging es zu einem Stück deutsch-sowjetischer Geschichte: zum sowjetischen Ehrenmal in Ostberlin, anlässlich des 72.Jahrestags des Ende des 2.Weltkrieges. Über 27.Milionen Sowjets verloren ihr Leben in diesem Krieg. Praktisch jede Familie der Sowjetunion war also von dem Leid betroffen.

    So war es kein Wunder,dass Tausende an diesem Gedenktag in den Park strömten um Blumen niederzulegen und ihrer gefallenen Urgroßväter, Großväter, Väter, Onkel  und weiterer sowjetischer Helden zu gedenken.

    Auch Bulgaren, Tschechen, Polen, Slowaken, Serben und Syrer zeigten sich solidarisch und legten Blumen nieder.

    Verschiedene Völker der ehemaligen Sowjetunion feiern zusammen

    Kaukasier, Kasachen, Russen, Ukrainer, Russlanddeutsche, Balten, usw. feierten nicht nur friedlich zusammen, sondern brüderlich. So einen selbstverständlichen Zusammenhalt, gerade in Krisen-und Kriegszeiten habe ich noch nicht mal auf der Krim erlebt. Dieser Feiertag ist eben ein ganz besonderer. Besonders in Berlin, wenn über 200 verschiedene Völker auf fremden Boden ihrer Helden gedenken und zusammen feiern als wäre die Sowjetunion niemals zerfallen.

    Russinnen tanzen und feiern

    Die Nachtwölfe aus Russland und Ableger aus anderen Staaten, wie z.B. Kasachstan, Deutschland und Serbien waren natürlich auch da. Harte Kerle mit großen Herzen. Sie traten alle sehr höflich und friedlich auf, unter anderem halfen sie alten Menschen die Treppe zum großen Mahnmal hoch, legten Blumen nieder, stimmten russische Volkslieder an und beteten für Ihre Großväter. Auch zu Fotos sagten sie nicht nein.

    Das berühmte Lied "Den Pobedy"

    Ukrainerinnen sagen und tanzten zu ukrainischer Musik und die Russen machten mit. Ein großes Zeichen. Nicht alle Ukrainer unterstützen die Faschisten, nicht alle Russen haben Groll auf die Ukrainer. Es ist ein Volk, welches wieder gerne zusammen in Frieden leben würde.

    Russen und Ukrainer tanzen zusammen in Berlin zum Tag des Sieges

    Insgesamt waren auch sehr viele deutsche Staatsbürger ohne familiären Bezug zur Sowjetunion da und feierten mit. Sie kamen aus Dankbarkeit für die Befreiung vom Faschismus und um zu zeigen, dass sie gegen die NATOaufrüstung an Russlands Grenzen sind.

    Tags:
    Tag des Sieges, 9. Mai, Treptower Park, Sowjetunion, UdSSR, Berlin, Deutschland
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