22:52 23 November 2017
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    Nach einem Giftgasanschlag in Syrien

    Der lange Weg der OPCW nach Khan Sheikoun

    © REUTERS/ Ammar Abdullah
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    von Zivilist
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    Im April wurde in Syrien angeblich wieder Giftgas eingesetzt. Obwohl die vorgelegten Beweise nichts beweisen, hat die USA bereits mit einem massiveen Angriff auf Syrien reagiert und die EU mit weiteren Sanktionen gegen Syrien. Jetzt scheint es der OPCW möglich, an den Tatort vorzudringen.

    Khan Sheikhoun

    Am 4.April informierten 'Syria Civil Defence', auch bekannt als white helmets und das 'Health Directorate in Idlib' gemeinsam die Welt über einen angeblichen Giftgaseinsatz durch die Syrische Luftwaffe gegen 7:00 in Khan Sheikhoun in der Provinz Idlib in Syrien. Weniger als 10 Minuten schlechtes Videomaterial wurden den Zuschauern rund um den Globus von den Medien mundgerecht zurechtgeschnitten und von Reuters und AFP/ Getty wurden die offensichtlich nach 11:00 in einem militärisch genutzten Steinbruch gestellten Fotos nachgereicht. Herr Reuter vom Spiegel hatte gar die Funksprüche der Piloten der Syrischen Luftwaffe gehört und wußte die Kennung der Flugzeuge.

    Am 7.4. ließ Trump angeblich 59 cruise missiles auf den Flugplatz feuern, von dem angeblich 2 Flugzeuge nach Khan Sheikhoun gestartet waren, wovon angeblich 23 cruise missiles ankamen, deren Zerstörungen aber trotz redlicher Bemühungen kein Medium zeigen konnte. Am 17. 07 erließ die EU tatsächlich, aber von den Medien fast gänzlich verschwiegen, weitere Sanktionen gegen Syrien.

    Giftgas Historie

    Bereits im Mai 2013 hat Frau del Ponte von der UN Untersuchungskomission einen Giftgaseinsatz eher den Rebellen zugerechnet. Der bisher schlimmste Giftgaseinsatz in Syrien erfolgte Ende August 2013 gegen Ghouta im Osten von Damaskus und sollte offenbar die USA in den Krieg ziehen, aber Obama sträubte sich, offensichtlich hatte nicht die Syrische Armee die Granaten abgefeuert. HRW veröffentlichte im September 2013 einen guten Untersuchungsbericht und das Einschlagsmuster läßt auf einen Startplatz westlich außerhalb Damaskus schließen. In der Folge wurde Syrien auf Russische Vermittlung Mitglied in der OPCW und seine Giftgasbestände wurden abtransportiert und vernichtet.

    Warten auf die OPCW

    Die Welt wartet auf Aufklärung durch die OPCW, obwohl die Rebellen garnicht Mitglied sind. Die OPCW wurde von Kanada, das sich gemäß eines Wahlversprechens von Trudeau aus Syrien zurückziehen mußte, mit zusätzlichen 2 Mio $ ausgestattet, hat aber bisher dafür nicht mehr geliefert, als Pressemitteilungen des Inhaltes, daß man in einem nicht genannten Ausland an 3 Leichen Spuren von Sarin gefunden hat. Man könne nicht an den Tatort vordringen, es sei zu gefärlich.

    Bei der Räumung von Aleppo Ost sind die Malteser International an der Seite ihres Partners vor Ort, den white helmets, in die Provinz Idlib umgezogen. Wurde Kontakt aufgenommen mit den Maltesern z.B. mit Janine Lietmeyer? Wurde Kontakt aufgenommen mit den white helmets? Man sollte sich aber zuerst unbedingt die FAQ zu Gemüte führen! Adnan Wahhoud aus Lindau am schönen Bodensee besucht alle sechs bis acht Wochen seine Medical Points in der Provinz Idlib, um sie mit Medikamenten, technichhen Textilien und einigen Tausend € zu versorgen, sein Medical Point Roth in Fattiere ist nur wenige Autominuten von Khan Shaikoun entfernt und er selbst besichtigte am 12. April das Kraterchen, er hat Email und Telefon, wurde Kontakt mit ihm aufgenommen?

    Was wäre zu ermitteln?

    Es gibt das Kraterchen in der Straße, obwohl dort die Flip Flop Ermittler bereits am Tag des Ereignisses ohne gesundheitlichen Schaden Proben  nehmen konnten, kann man dort gewiß Spuren von Sarin finden, ob man auch Spuren des Lieferanten finden kann?

    Es gibt viele Aufnahmen aus einem Steinbruch mit dem angeblichen Krankenhaus, welches angeblich später am Tag auch noch angegriffen wurde, das aber bestenfalls Lazarett ist und sich nur für schnelle Eingriffe wie Organentnahmen eignet. Seinen genauen Ort findet man in den Bilddaten bei Reuters in Toronto und New York, AFP in Paris und Getty in Dublin.

    Die Therapie der Überlebenden, derer es angeblich über 500 oder 200 gibt, ist aufwendig und langwierig, sie wären zu untersuchen und zu befragen, CNN hat es in Reyhanli längst getan.

    Wo sind die anderen 77 Toten? Sie wären zu untersuchen, auch auf Vollständigkeit ihrer Organe.

    Was darf man erwarten?

    Aufgabe der OPCW ist es, festzustellen ob die Mitglieder ihren Verpflichtungen nachkommen. Da es kaum möglich ist, Sarinspuren einem Täter zuzuordnen und nach 4 Monaten schon garnicht, werden wir einen gewohnt zweideutigen und hochwertigen Spruch erhalten.

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    Tags:
    Giftgasattacke, die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW), syrische Luftwaffe, Syrien