21:49 25 Juni 2018
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    Es geht um die Menschen! - Krimreisebericht über MenschlichkeitEs geht um die Menschen! - Krimreisebericht über MenschlichkeitEs geht um die Menschen! - Krimreisebericht über Menschlichkeit

    Es geht um die Menschen! - Krimreisebericht über Menschlichkeit

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    von Alex Ro
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    Knapp ein Jahr nach unserer politischen Reise als deutsche Delegation auf die Krim möchte ich über den wichtigsten Faktor im Krimkonflikt, der aber sehr gerne vergessen wird, schreiben. Nämlich über die Menschen auf der Krim. Warum Menschlichkeit im Vordergrund steht und nicht Politik.

    Die Ukraine sieht die Bewohner der Krim als eigene Bevölkerung, die von den Russen unterdrückt wird. Der Westen will sie vom westlichen Lifestyle und vom westlichen Demokratieverständnis begeistern. Ist es dann schlau, Sanktionen gegen die Bewohner zu verhängen? Ihnen Strom, Gas und Wasser abzuschalten, damit die Bewohner im Winter erfrieren? Nahrungsmittel dort nicht mehr hinzuliefern, damit diese hungern? Die Einreise in die EU zu verbieten, damit sie unsere Demokratie niemals erleben dürfen? Und dann wundert sich der Westen, warum die Bewohner weiterhin in überwiegender Mehrzahl kein Interesse daran haben, sich von Russland abzuwenden, das die Halbinsel immerhin am Leben hält. Paradox.

    Dieses Verhalten werden die Krimtschaken mit Sicherheit auch nicht vergessen. Eine Woche dauerte unser Roadtrip durch die Halbinsel am Schwarzen Meer. Wir sahen tolle Sehenswürdigkeiten, faszinierende Neubauten und tolle Strände, aber auch die Folgen der ukrainischen Misswirtschaft auf der Krim. Doch vor allem sprachen wir mit vielen wundervollen Menschen. Nicht im Anzug, sondern in normalen Straßenklamotten, von Mensch zu Mensch. Uns geht es nicht nur um Politik, sondern vor allem um Menschlichkeit!

    Friedensprojekt "Volksdiplomatie" stellt sich vor

    Sie sind glücklich, endlich wieder ein Teil Russlands zu sein. Sie sehen sich nicht als Russen, Ukrainer oder Tataren, sondern als Krim-Bewohner. Es heißt ja nicht umsonst „Republik Krim“. Wir aßen, lachten, reisten und diskutierten mit ihnen. Studenten, Marktverkäufer, Immobilienmakler, Touristenführer, Kellner, Taxifahrer und viele mehr. Sie verstehen nicht, warum sie bestraft werden, warum auch? Wie oben erwähnt macht es keinen Sinn, die Bewohner der Republik Krim zu bestrafen (vor allem, wenn man Russland als Schuldigen sieht und nicht die Krim selbst). Oder haben sie etwa doch etwas mit der Wiedervereinigung zu tun und nicht nur die russische Armee, die ja das Referendum erzwungen haben soll und die Bürger eingeschüchtert hat, wie der Westen gerne behauptet.

    Aber, wie Herr Dr. Gregor Gysi im Bundestag schon sagte: Warum waren der gewaltsame Regierungsumsturz und der Aufstand in Kiew, obwohl er gegen die ukrainische Verfassung war, für den Westen legitim und der in Donezk nicht? Die Krim ist zwar nicht Donezk und es gab keine Gewalt, sondern ein friedliches Referendum, doch das Prinzip bleibt das gleiche. Der völkerrechtswidrige Angriff der Nato ohne UN-Mandat auf Serbien und die gewaltsame Abspaltung des Kosovos waren für den Westen schließlich auch kein Problem. Wie wäre es also liebe Politiker und Medien, wenn ihr, anstatt an der Heraufbeschwörung eines Atomkrieges zu arbeiten, bei dem es keinen Sieger geben kann, wieder auf den gesunden Menschenverstand hört und mal an die friedlichen einfachen Menschen denkt. Zum Beispiel indem ihr euch selbst ein Bild vor Ort macht auf der Krim, wir laden euch gerne ein. Einzelne Abgeordnete der Linken, CDU und der AfD machten dies schon vor!

    Tags:
    Delegation, Bericht, Partei Alternative für Deutschland (AfD), Die LINKE-Partei, Andreas Maurer, Krim, Deutschland, Russland, Ukraine
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