11:12 10 Dezember 2019
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    Olaf Scholz und Klara Geywitz während der Verkündung der Ergebnisse der SPD-Mitgliederbefragung am 26. Oktober

    SPD-Mitgliederbefragung: Wer wird das neue Chef-Duo der SPD? – Ergebnis veröffentlicht

    © REUTERS / ANNEGRET HILSE
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    Fast zwei Wochen lang haben die rund 430.000 SPD-Mitglieder über ihren neuen Parteivorsitz abgestimmt - nun wurde das Ergebnis verkündet. Es scheint, dass es eine Stichwahl zwischen zwei Duos geben wird.

    Das Ergebnis wurde eigentlich bereits um 18 Uhr bei der Pressekonferenz erwartet, jedoch verzögerte sich die Bekanntgabe.

    Wie das „ZDF“ dann schon vorab durchsickern ließ, setzen sich die Duos um den Finanzminister Olaf Scholz und die Brandenburgerin Klara Geywitz sowie Nordrhein-Westfalens früherer Finanzminister Norbert Walter-Borjans und die Bundestagsabgeordnete Saskia Esken durch.

    Fast zeitgleich berichtete auch ARD-Reporterin Tina Hassel, dass das Duo Scholz/Geywitz am meisten Stimmen gesammelt hatte. Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken landen auf Platz zwei.

    Da kein Duo im ersten Durchgang die absolute Mehrheit erreicht hat, dürfte nun vom 19. bis 29. November eine Stichwahl zwischen diesen beiden „Teams” stattfinden.

    Vom 6. bis 8. Dezember soll die neue Doppelspitze dann auf einem Bundesparteitag offiziell gewählt werden.

    Offizielles Ergebnis mit Verzögerung

    Mit einer Verzögerung von mehr als 20 Minuten wurden dann auch die offiziellen Zahlen mitgeteilt:

    • 425.630 Mitglieder durften abstimmen,
    • 53,28 Prozent nutzten dieses Recht.
    Das Duo Scholz/Geywitz ist auf Platz 1 und geht in die Stichwahl gegen Eskens/Walter-Borjans.

    Die Stimmverteilung sieht insgesamt wie folgt aus:

    1. Scholz/Geywitz: 22,68 Prozent
    2. Eskens/Walter-Borjans: 21,04 Prozent
    3. Kampmann/Roth: 16,28 Prozent
    4. Scheer/Lauterbach: 14,63 Prozent
    5. Köpping/Pistorius: 14,61 Prozent
    6. Schwan/Stegner: 9,63 Prozent

    Die Stimmen wurden im Willy Brandt Haus von 200 Mitgliedern unter Aufsicht des Bundeswahlvorstandes unter Leitung von Bundesschatzmeister Dietmar Nietan und drei Notaren ausgezählt.

    Die Suche nach einer neuen SPD-Spitze war nötig geworden, nachdem die damalige Partei- und Fraktionschefin Andrea Nahles Anfang Juni zurückgetreten war. Die Kandidaten tourten in 23 Regionalkonferenzen durch Deutschland. Seit Mitte Oktober konnten die Sozialdemokraten für die am Ende noch sechs Kandidatenduos abstimmen, online oder per Brief.

    Bewertung der Ergebnisse

    Das Ergebnis der ersten Runde im Kampf um die neue SPD-Spitze war damit noch knapper, als erwartet. Noch ist nichts entschieden.

    Die kommissarische SPD-Vorsitzende Malu Dreyer sprach von einem „besonders wichtigen Tag für unsere Partei”. Mit diesem Mitgliedervotum habe die Partei etwas Neues gewagt.

    Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius mahnte die SPD zur Geschlossenheit. Entscheidend sei am Ende, dass sich alle hinter dem Ergebnis versammelten, auch wenn die Wahlbeteiligung nicht so irre hoch sei, sagte Pistorius der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt.

    „Das Ergebnis muss stehen.”

    ng/

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