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17:57 12 November 2019
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    Caren Lay (Archiv)

    Wagenknecht-Nachfolge: Caren Lay (Die LINKE) bewirbt sich als Fraktionsvorsitzende

    CC BY 2.0 / DIE LINKE. Sachsen / Caren Lay
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    Am 12. November will die Fraktion der Partei Die LINKE im Deutschen Bundestag eine neue Spitze wählen. Fraktionschefin Sahra Wagenknecht hatte vor Monaten ihren Rückzug angekündigt, ihr Co-Fraktionsvorsitzender Dietmar Bartsch will wieder antreten. Nun kandidiert auch die linke Bundestagsabgeordnete Caren Lay für das Spitzenamt.

    Die Bundestagsabgeordnete der Partei Die LINKE Caren Lay bewirbt sich um den Vorsitz der Bundestagsfraktion. Das kündigte sie in einem Schreiben an ihre Parteikolleginnen und -kollegen an, das dem Deutschlandfunk vorliegt. Darin heißt es, die Fraktion brauche einen neuen Aufbruch, um wieder in die Offensive zu kommen. Lay schreibt weiter, sie traue sich zu, eine verbindende Politik der verschiedenen Milieus zu entwickeln, die die Partei dringend brauche.

    Lay trat 2004 der PDS bei und war bis 2009 Mitglied des Sächsischen Landtags. Die gebürtige Rheinland-Pfälzerin wechselte dann als Abgeordnete in den Deutschen Bundestag, seit 2017 ist sie stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion. Die Miet-Expertin ist außerdem Sprecherin ihrer Fraktion für Mieten-, Bau- und Wohnungspolitik. Lay gilt als Vertreterin des libertären Spektrums ihrer Partei, bereits 2006 initiierte sie gemeinsam mit der jetzigen Parteichefin Katja Kipping die Gründung der Emanzipatorischen Linken.

    Die 46-Jährige wirbt für ein rot-rot-grünes Regierungsbündnis auf Bundesebene. Gemeinsam mit Abgeordneten von SPD, Grünen und der Linksfraktion im Bundestag organisierte sie mehrere Treffen des „Trialog für eine progressive Politik“. Als Bautznerin mit westdeutschen Wurzeln setzt sich Lay auch für eine andere Wirtschafts- und Strukturpolitik für Ostdeutschland ein: Sie fordert eine sozialökologisch verträgliche Strukturwende in der Lausitz und eine Herstellung der Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in Ost und West.

    Für mediale Aufmerksamkeit sorge Lay im Dezember 2017 um eine Preisverleihung an den Journalisten Ken Jebsen im Berliner Babylon. Der linke Berliner Kultursenator Klaus Lederer kritisierte die Preisverleihung öffentlich, daraufhin wurde er von einigen Parteimitgliedern kritisiert. Auf Initiative von Caren Lay distanzierte sich der Parteivorstand der LINKE daraufhin unter der Überschrift „Klare Kante gegen Querfront“ in einem Antrag „unmissverständlich von Aktivitäten von Rechtspopulisten, Nationalisten, Verschwörungstheoretikern und Antisemiten“.

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    Sahra Wagenknecht, Bundestag, Vorsitzender, Caren Lay, Die LINKE-Partei, Deutschland