00:25 22 November 2019
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    Die linke Politikerin Sahra Wagenknecht (Archivbild)

    Gespräche mit CDU kein Sakrileg – Wagenknecht über Regierungsbildung in Thüringen

    CC BY-SA 2.0 / DIE LINKE Nordrhein-Westfalen / Alfred Diethard Nahr
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    Die Wahlen in Thüringen waren für die Linkspartei ein Riesenerfolg. Nun geht die Suche nach Koalitionspartnern los. Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht sieht durchaus die Möglichkeit, hierzu mit der CDU zu verhandeln.

    Linksfraktionschefin Wagenknecht hat sich für Gespräche zwischen der Linkspartei in Thüringen und der CDU ausgesprochen. Sicherlich gebe es gravierende politische Differenzen, aber man sollte zumindest über inhaltliche und politische Positionen reden dürfen. Das sei kein Sakrileg, sagte sie gegenüber MDR AKTUELL.

    Die Linke und die CDU seien sicherlich kein Traumpaar für Koalitionen und ein solches politisches Bündnis auf Bundesebene sei undenkbar, weil die Union in der Sozial- und Steuerpolitik völlig andere Ziele verfolge.

    Man müsse jedoch bedenken, dass Thüringen derzeit vor allem eine stabile Regierung brauche. Das Letzte, was die Menschen bräuchten, seien Neuwahlen, so die Linksfraktionschefin.

    Zuvor hatte sich bereits CDU-Landeschef Mike Mohring für Gespräche mit dem Linken-Ministerpräsident Bodo Ramelow offen gezeigt. Generell habe die Linke nach Wagenknechts Darstellung gezeigt, dass sie eine pragmatische und realistische Politik machen könne, was viele zuvor nicht geglaubt hätten.

    Für solch eine Politik sei Bodo Ramelow mit einem sehr starken Ergebnis bestätigt worden und sei nun bereit, mit allen zu reden außer der AfD.

    Die CDU habe sich dagegen „mit ihrem merkwürdigen Spektakel“ mächtig blamiert.

    Die Linke etwa als SED-Nachfolgepartei zu bezeichnen, sei nur der hilflose Versuch gewesen, vom eigenen Versagen abzulenken. All die Warnungen der CDU, dass wegen der Wahl von Ramelow im Jahr 2014 alle Unternehmen aus Thüringen abwandern würden, hätten einfach keine Bestätigung in der Realität gefunden.

    ng/

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    Tags:
    Koalitionsschläge, Koalitionsvertrag, Koalition, Wahl, Bodo Ramelow, CDU, Thüringen, Sahra Wagenknecht