22:32 30 März 2020
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    Die CDU in Thüringen hat den Vorschlag des Ex-Regierungschefs Bodo Ramelow abgelehnt, die frühere Thüringer Regierungschefin Christine Lieberknecht für 70 Tage als Übergangsministerpräsidentin zu wählen. Das teilte der MDR nach einer Sitzung der CDU-Fraktion im Landtag mit.

    Demnach hat die CDU in Thüringen den Vorschlag von Ramelow einer technischen Regierung, die schnell Neuwahlen vorbereitet, abgelehnt. Die Fraktion habe sich stattdessen für eine längerfristige Übergangsregierung mit Christine Lieberknecht an der Spitze ausgesprochen.

    Für Stabilität brauche es eine Übergangsregierung, die "vollständig besetzt und parteiübergreifend von berufenen Experten bestellt wird", sagte Thüringens CDU-Landespartei- und Fraktionschef Mike Mohring am Dienstag in Erfurt.

    Zuvor war berichtet worden, dass die frühere Thüringer Regierungschefin Christine Lieberknecht (CDU) als Kandidatin für das Amt der Ministerpräsidentin im Gespräch war. Den Vorschlag hat Ex-Regierungschef Bodo Ramelow (Linke) am Montagabend bei einem Treffen von Linken, SPD und Grünen mit der CDU unterbreitet.

    Die Fraktionen im Landtag suchen seit fast zwei Wochen nach einem Ausweg aus der politischen Krise. Auslöser war das Debakel bei der Ministerpräsidentenwahl am 5. Februar. An dem Tag hatte die Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich mit Stimmen von CDU, FDP und maßgeblich der AfD zum Ministerpräsidenten für ein politisches Beben gesorgt. Drei Tage später trat der 54-Jährige zurück. Er ist seitdem geschäftsführend ohne Minister im Amt, bis ein neuer Ministerpräsident gewählt ist. Am Freitag hatte CDU-Landeschef Mike Mohring angekündigt, nicht erneut als Landesparteichef zu kandidieren.

    ai/dpa

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    Tags:
    Thüringen, CDU, Deutschland