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    Laut der jüngsten Umfrage des Sozialforschungsinstituts Forsa gibt es bundesweit bemerkenswerte Veränderungen in der Parteipräferenz. Aus der Sicht der DPA können die jüngsten Wahlen in Hamburg und Thüringen den Wandel erklären.

    Die im Zeitraum vom Montag bis Samstag durchgeführte Studie ergab, dass die SPD gegenüber der Vorwoche in der Wählergunst um zwei Prozentpunkte auf 16 Prozent gestiegen war. Die FDP hingegen sank um zwei Punkte auf 5 Prozent, ihren schwächsten Wert seit fast drei Jahren.

    Die Ergebnisse der Umfrage veröffentlichte das Portal n-tv. Demnach blieben die Werte der anderen Parteien unverändert: CDU/CSU 27 Prozent, Grüne 24, Linke und AfD jeweils 10 Prozent.

    Wahlen in Hamburg und Erfurt

    Die SPD scheint von ihrem vergleichsweise guten Abschneiden bei der Hamburger Bürgerschaftswahl auch bundesweit zu profitieren, so die Agentur. Am 23. Februar kamen dort die Sozialdemokraten auf 39,2 Prozent, die Grünen auf 24,2 Prozent, die CDU auf 11,2, die Linke auf 9,1 und die AfD auf 5,3 Prozent. Die FDP scheiterte mit 4,9 Prozent der Stimmen doch an der Fünf-Prozent-Hürde.

    Das Abrutschen der Freien Demokraten auf Bundesebene könnte laut der DPA im Zusammenhang mit der Thüringen-Krise stehen. Der FDP-Politiker Thomas Kemmerich war am 5. Februar im Thüringer Landtag im dritten Wahlgang mit den Stimmen von FDP, CDU und AfD zum Ministerpräsidenten gewählt worden. Kemmerich trat nach massiver Kritik zurück und ist seither geschäftsführend im Amt.

    Union verliert sechs Punkte gegenüber dem Wahlergebnis von 2017

    Im Vergleich zur Bundestagswahl 2017 liegt die Union damit derzeit knapp sechs Punkte unter ihrem damaligen Ergebnis (32,9). Das Portal n-tv hebt jedoch hervor, dass dieser Wählerschwund nicht gleichmäßig über das Bundesgebiet verteilt sei. Die CSU in Bayern hat mit knapp zwei  Prozentpunkten den geringsten Verlust und käme bei einer Bundestagswahl derzeit auf 37 Prozent. Die CDU in Nordrhein-Westfalen verliert mit dreieinhalb Punkten ebenfalls unterdurchschnittlich und käme auf 29 Prozent. Im übrigen Gebiet verliert die CDU aber 8,6 Punkte und erreicht 23 Prozent.

    mo/mt/dpa

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