07:40 29 September 2020
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    Die CDU verschiebt wegen der Corona-Krise ihren für den 25. April geplanten Sonderparteitag zur Wahl eines Nachfolgers der scheidenden Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer.

    Ein neuer Termin steht noch nicht fest, wie es am Donnerstag in der Partei hieß.

    Kramp-Karrenbauer erklärte, für die CDU sei klar, "die Sicherheit und die Gesundheit der Menschen in unserem Land haben höchste Priorität". Jeder sei aufgerufen, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.

    Sie wolle dem Parteivorstand empfehlen, den Parteitag zu verschieben "und ihn durchzuführen, sobald die epidemische Lage dies gestattet", so AKK.

    Auf dem Sonderparteitag sollte ein Nachfolger für die scheidende Parteivorsitzende gewählt werden. Kandidaten sind Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet, Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz und der CDU-Außenpolitiker und frühere Bundesumweltminister Norbert Röttgen.

    Altmaier sagt Reise nach Schweden ab

    Zuvor hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) wegen des Coronavirus eine geplante Reise nach Schweden in der kommenden Woche abgesagt. Das teilte das Ministerium am Donnerstag mit. Das Ressort sprach von einer "sich in Deutschland zuspitzenden Situation im Zusammenhang mit dem Corona-Virus". Altmaier wollte von Sonntag bis Dienstag nach Schweden reisen. Er wolle sich nun ganz dem Thema Corona widmen, hieß es. Die Schweden-Reise war als Teil einer großen EU-Hauptstadtreise zur Vorbereitung der EU-Ratspräsidentschaft gedacht.

    Bundespräsident Steinmeier sagt wegen Coronavirus Termine ab

    Als Vorsichtsmaßnahme wegen der sich ausbreitenden Corona-Epidemie sagt auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier geplante Termine ab. So verschob er am Mittwoch einen Besuch in einem Wohn- und Pflegeheim in Bremen, wie eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur in Berlin sagte. Nach ihren Angaben wird auch ein Treffen mit den Staatsoberhäuptern Estlands, Finnlands und Sloweniens an diesem Freitag und Samstag in Berlin nicht stattfinden.

    Termine des Bundespräsidenten würden mit Blick auf die Beteiligten überprüft und in bestimmten Fällen abgesagt oder verschoben, teilte die Sprecherin weiter mit. Vom Montag kommender Woche an würden im Bundespräsidialamt - wie auch im Bundestag - keine Besuchergruppen mehr empfangen. Nach vier Wochen werde geprüft, ob die Maßnahme verlängert werde. Teilnehmer von Terminen des Bundespräsidenten würden zudem gebeten, von Selfies und Händeschütteln abzusehen.

    Wie in den Bundesministerien herrsche auch im Bundespräsidialamt normaler Regelbetrieb, allerdings mit einigen Anpassungen, sagte die Sprecherin weiter. Diese bestünden unter anderem darin, dass die Entwicklung der Corona-Ausbreitung aufmerksam verfolgt und entsprechend notwendige Maßnahmen wie Heimarbeit für Mitarbeiter, die Absage von Dienstreisen oder das Verschieben von Terminen geprüft werde.

    Steinmeier selbst achte wie alle anderen auch darauf, sich regelmäßig die Hände zu waschen, den Mindestabstand zu anderen Personen zu wahren und andere empfohlene Vorsorgemaßnahmen einzuhalten.

    Am Mittwoch war ein erster bestätigter Corona-Fall im Bundestag bekannt geworden. Betroffen ist der FDP-Abgeordnete Hagen Reinhold, der nach eigenen Angaben nach einem Skiurlaub in Österreich Symptome an sich entdeckt hatte und daraufhin zur Parlamentsärztin gegangen war.

    ai/dpa

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