00:03 25 Oktober 2020
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    Coronavirus-Ausbruch: Aktuelle Entwicklungen zur neuartigen Lungenkrankheit (201)
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    Der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Jörg Radek, und der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, haben in einem am Dienstag in der „Passauer Neuen Presse“ veröffentlichten Gespräch die Vorsorge der Einsatzkräfte bei der Corona-Ausbreitung kritisiert.

    Die beiden großen Polizeigewerkschaften forderten gegenüber dem Blatt eine bessere Ausstattung der Beamten mit Schutzkleidung und Atemschutzmasken.

    „Es gibt Schutzkleidung. Aber es gibt sie nicht in ausreichendem Maße“, sagte Radek.

    Die Vorsorge soll angesichts der Coronavirus-Pandemie „getroffen werden“. Sollten die Maßnahmen länger andauern, könnte es „eng werden“. Auch die Polizei sei auf ein solch außergewöhnliches Ereignis nicht vorbereitet. 

    „Wir erleben hier auch eine Krise in den Bereichen Sicherheit und Ordnung.“

    „Händeringende“ Ausstattungsversuche

    Auch aus der Sicht Wendts ist die Ausstattung der Polizeikräfte nicht ausreichend. Handschuhe und Atemschutzmasken seien beispielsweise „weitgehend Mangelware“. 

    „In manchen Dienststellen wird jetzt händeringend versucht, Schutzmasken und andere Schutzkleidung zu beschaffen.“

    Die Vorsorge für die Einsatzkräfte sei an vielen Stellen mangelhaft. Der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft sprach von den deutlich gewordenen „Mängeln des Föderalismus“. 

    „Wenn man jetzt von Ministerpräsidenten hört, es sei Schutzausrüstung bestellt, fragt man sich, warum nicht schon früher?“

    Wendt forderte den bestmöglichen Schutz der Einsatzkräfte. Schließlich seien auch die Familien der Polizisten betroffen.

    Coronavirus

    Die chinesischen Behörden hatten am 31. Dezember 2019 die Weltgesundheitsorganisation (WHO) über den Ausbruch einer Lungenkrankheit mit unbekannter Ursache in der Stadt Wuhan in der Provinz Hubei informiert. Als Krankheitserreger wurde ein neuartiges Virus identifiziert. Das Virus löst eine Lungenkrankheit aus, die die Bezeichnung Covid-19 bekommen hat.

    Nach jüngsten Angaben wurde das Virus SARS-CoV-2 weltweit bei mehr als 183.000 Menschen nachgewiesen, 7165 Fälle endeten tödlich. Am stärksten betroffen sind China, Südkorea, Italien und der Iran.

    In Deutschland wurden 7588 Coronavirus-Infizierte registriert. 17 Menschen genasen, 67 kamen an der neuartigen Lungenerkrankung ums Leben.

    mo/sb

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