22:41 11 August 2020
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    Corona-Pandemie breitet sich weiter aus – alle Entwicklungen (529)
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    Mehr als 40.000 Menschen haben am vergangenen Wochenende am so genannten „Hackathon“ teilgenommen. Die Bundesregierung hatte zu diesem weltweit größten Online-Event aufgerufen, um Probleme in der Corona-Krise zu lösen. Die Hacker aus dem In- und Ausland erarbeiteten Tausende Lösungsvorschläge, die besten Projekte sollen zeitnah ausgewählt werden.

    Die Corona-Pandemie stellt Deutschland und andere betroffene Staaten vor gewaltige Herausforderungen – nicht nur medizinisch, sondern auch digital. Aus diesem Grund hatte die Bundesregierung am vergangenen Wochenende unter dem Motto „#WirVsVirus“ zu einem so genannten „Hackathon“ aufgerufen. Das Ziel: Möglichst viele Menschen aus dem In- und Ausland sollten ihre digitalen Kompetenzen am heimischen Computer bündeln und Problemlösungen zur Bewältigung der Krise präsentieren.

    Ein enormer Andrang…

    Mit dem tatsächlichen Andrang und der hohen Teilnehmerzahl hatte die Regierung dann aber selbst nicht gerechnet, wie das Kanzleramt im Anschluss mitteilte. Knapp 43.000 Personen hatten teilgenommen, um technische und auch analoge Lösungen zu erarbeiten. Organisiert wurde das Projekt über eine zentrale Homepage, durch die zahlreichen Zugriffe soll es anfangs aber zu Problemen bei Aufrufen und der Versendung von Emails gekommen sein.

    ​Der Hackathon war am vergangenen Freitag um 18:30 Uhr gestartet und endete am Sonntag nach 18 Uhr mit der Einreichung der Ergebnisse. Über 2000 Vorschläge kamen dabei zusammen. Eine Übersicht über die eingegangenen Ideen findet sich in einer öffentlich zugänglichen Online-Tabelle. Zu lesen sind dort Lösungsvorschläge zu Fragestellungen mit den Titeln „Wie kommunizieren wir den Status von Supermärkten?“, „Wie können wir die Kapazitäten im Krankenhaus besser darstellen?“, „Wie können wir über Helfer-Plattformen Nachbarschaftshilfe organisieren?“ oder „Wie können ArbeiterInnen besser verteilt werden?“.

    Jetzt soll alles ganz schnell gehen…

    Nach Ansicht von Kanzleramtsminister Helge Braun, der auch Schirmherr des Projektes ist, sei der Hackathon „eine Riesenarbeit für ein sehr, sehr wichtiges Ziel“ gewesen. Deutschland und die ganze Welt befänden sich „in einer ernsten Lage“, so der CDU-Politiker. Zum Abschluss am Sonntag bedankte sich Braun bei den Teilnehmern in einem Online-Video mit den Worten:

    „Viele haben gesagt, sie haben noch nie für die Regierung gearbeitet. Ich hoffe, das war jetzt kein traumatisches Erlebnis.“

    Die Entscheidung, welche Projekte gewinnen und Unterstützung erhalten, trifft nun eine Jury im Laufe der Woche. Zusätzlich gibt es eine öffentliche Abstimmung. Wie die Förderung letztendlich aussehen soll, ist noch nicht geklärt. In einer Nachricht an die Teilnehmer hieß es zuletzt, bis zur Bekanntgabe der Gewinner werde feststehen, wie genau ein Unterstützungsprogramm aussehen werde.

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    Hacker, Bundesregierung, Coronavirus