23:28 06 Juli 2020
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    Bundesaußenminister Heiko Maas hat den von US-Präsident Donald Trump verfügten Stopp der Zahlungen an die Weltgesundheitsorganisation WHO kritisiert.

    „Eine der besten Investitionen im Kampf gegen die Pandemie ist es, die Vereinten Nationen, allen voran die unterfinanzierte Weltgesundheitsorganisation, zu stärken - zum Beispiel bei der Entwicklung und Verteilung von Tests und Impfstoffen”, sagte der SPD-Politiker am Mittwoch der DPA.

    Es müsse bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie eine enge internationale Zusammenarbeit geben.

    „Gegenseitige Schuldzuweisungen helfen in der Coronakrise nicht”, betonte Maas. Das Virus kenne keine Grenzen.

    Trump hatte die Beitragszahlungen an die WHO am Dienstagabend gekappt. Er macht die Organisation für die vielen Toten mitverantwortlich.

    Durch das Missmanagement der WHO und deren Vertrauen auf Angaben aus China habe sich die Epidemie dramatisch verschlimmert und rund um die Welt verbreitet. Seine Regierung werde in den kommenden 60 bis 90 Tagen prüfen, welche Rolle die WHO bei der „schlechten Handhabung und Vertuschung der Ausbreitung des Coronavirus” gespielt habe. Solange lägen die Zahlungen auf Eis.

    ai/dpa

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    Kritik, Zahlungen, WHO, USA, Donald Trump, Heiko Maas, Deutschland