10:32 06 Juli 2020
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    Gegen die geplanten Schulöffnungspläne in NRW von Ministerin Yvonne Gebauer (FDP) regt sich Widerstand. Schüler machen sich unter anderem Sorgen wegen des Infektionsrisikos. Die FDP sieht darin kein Problem. Ministerin Gebauer rät zu einem „Leitfaden für Lehrer, wie Schülern Ängste genommen und mit Todesfällen umgegangen werden könne“.

    Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen sollen die Schulen nach den Osterferien schrittweise wieder öffnen. Eine Woche später sollen voraussichtlich auch die ersten Kita-Kinder wieder in die Kindertagesstätten zurückkehren dürfen. Das haben NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) und NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) am Dienstag angekündigt. Ein Bündnis aus dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), der Landeselternkonferenz, der Gemeinnützigen Gesellschaft Gesamtschule, dem Grundschulverband und der Landesarbeitsgemeinschaft Schulsozialarbeit und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat nun ein Papier veröffentlicht, indem sie sagen: „Klar ist aus Sicht der Unterzeichnenden, dass die Schulen nicht am 20. April 2020  wieder öffnen können.“

    Gesundheit der Schüler muss Vorrang haben

    „Die Gesundheit der Schülerinnen und Schüler sowie der Beschäftigten muss Vorrang haben. Wir brauchen einen Stufenplan, der die Voraussetzungen benennt. Sind diese nicht gegeben, kann es eine Lockerung nicht geben“, forderte die DGB-Bezirksvorsitzende Anja Weber.

    „Aus unserer Sicht sind mindestens die Bereitstellung von ausreichend Waschbecken, Seife und Einmalhandtüchern sowie Desinfektionsmittel und Toiletten mit entsprechender hygienischer Ausstattung zwingend“, so Ralf Radke, Vorsitzender der Landeselternschaft der integrierten Schulen in NRW.

    ​So fasst Daniel Seikel, Referent für Europäische Politik an der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung auf Twitter den Lösungsansatz der FDP zusammen:

    „NRW-Ministerin Gebauer (FDP) wird im Radio mit Sorge von Schülern konfrontiert, sie könnten sich in der Schule anstecken und risikobelastete Familienmitglieder infizieren. Antwort: Man erarbeite unter anderem Leitfaden für Lehrer, wie Schülern Ängste genommen und mit Todesfällen umgegangen werden könne.“

    Es sei ihr „festes Ziel“, die Schulen nach den Osterferien wieder zu öffnen, um vor allem die Durchführung von Prüfungen und die Vergabe von Abschlüssen zu ermöglichen, hatte Gebauer erklärt.

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    Tags:
    Coronavirus, Schulen, FDP, Nordrhein-Westfalen, NRW