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    Auf der Plattform change.org sammelt KZ-Überlebende und Vorsitzende des Auschwitz-Komitees Esther Bejarano Unterschriften, damit der 8. Mai zum gesetzlichen bundesweiten Feiertag gemacht wird. Es sei ein Tag der Befreiung und seit 75 Jahren überfällig, ihn als solchen zu begreifen.

    Als Mitglied des „Mädchenorchesters“ habe sie das Vernichtungslager Auschwitz überlebt und sei vor 75 Jahren auf dem Todesmarsch der Häftlinge des KZ Ravensbrück der SS entkommen, so Esther Bejarano, Vorsitzende des Auschwitz-Komitees in der BRD e.V. und Ehrenpräsidentin der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten.

    Nach ihrem Offenen Brief an die Bundesregierung vom Januar, in dem sie die Verantwortlichen aufforderte, den 8. Mai zum gesetzlichen Feiertag zu machen, wendet sich die KZ-Überlebende nun mit einer Petition auf der Plattform change.org mit der gleichen Forderung an die Öffentlichkeit. Bejarano sagt:

    „Das ist überfällig seit sieben Jahrzehnten. Und hilft vielleicht, endlich zu begreifen, dass der 8. Mai 1945 der Tag der Befreiung war, der Niederschlagung des NS-Regimes.“

    Es sei nicht hinnehmbar, dass 75 Jahre später extreme Rechte in allen deutschen Parlamenten säßen, so Bejarano. Die Lehren des 8. Mai umzusetzen, bedeute für sie und ihre Mitstreiter:

    • AfD, NPD und ihre Verbündeten aufzuhalten,                       
    • das Treiben gewalttätiger und mordender Neonazis zu unterbinden, ihre Netzwerke in Polizei, Bundeswehr aufzudecken und aufzulösen,     
    • einzugreifen, wenn Jüdinnen und Juden, Muslime, Roma und Sinti und andere, die nicht in das Weltbild von Nazis passen, beleidigt und angegriffen werden,     
    • Geflüchtete in Deutschland aufzunehmen,  
    • die Logik des Militärischen zu durchbrechen und Waffenexporte zu verhindern und
    • die Diffamierung und Behinderung demokratischer und antifaschistischer Gruppen und Organisationen durch Geheimdienste und Finanzämter zu beenden.

    Es reiche nicht, Sonntagsreden zu halten und damit Betroffenheit zu zeigen. Es müsse für doe neue Welt des Friedens und der Freiheit gestritten werden, und ein offizieller bundesweiter Feiertag sei dafür die regelmäßige Verpflichtung.

    Die Petition der KZ-Überlebenden hat bereits viel Beachtung bekommen. Unter anderem hat die Linke den Aufruf auf Facebook geteilt, diese zu unterschreiben. Von den angestrebten 150.000 Unterschriften hat Bejanaros Petition bereits rund 87.000 Unterschriften gesammelt.

    Als „Tag der absoluten Niederlage“ hatte AfD-Fraktionschef Alexander Gauland den 8. Mai bezeichnet und sich gegen die Einführung des gesetzlichen Feiertages ausgesprochen.

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    Tags:
    Feiertag, Holocaust, Deutschland, KZ, 8. Mai 1945