05:42 30 September 2020
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    Die Bundesanwaltschaft hat am Mittwoch auf ihrer offiziellen Webseite Näheres über den mutmaßlichen Täter vom oberbayerischen Waldkraiburg und seine Angriffspläne bekanntgegeben.

    Am Dienstag übernahm die Bundesanwaltschaft demzufolge die Ermittlungen gegen den deutschen Staatsangehörigen Muharrem D. wegen der Anschlagsserie in Waldkraiburg (Landkreis Mühldorf am Inn).

    „Gegen den Beschuldigten besteht der Verdacht des versuchten Mordes in 27 Fällen in Tateinheit mit schwerer Brandstiftung und gefährlicher Körperverletzung zum Nachteil von sechs Personen (§§ 211, 212, 22, 23, 224, 306a, 52, 53 StGB) sowie der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat (§ 89a StGB).“

    Muharrem D. werde zudem eines Verstoßes gegen das Waffengesetz, der Sachbeschädigung sowie der versuchten Sachbeschädigung verdächtig.

    Angeblicher IS-Kämpfer

    Der mutmaßliche Täter habe seit 2017 einen Prozess der religiösen Radikalisierung durchlaufen und sei Anhänger eines „islamistisch-jihadistischen Weltbildes“ sowie der Terror-Vereinigung „Islamischer Staat“* geworden.

    Der Behörde zufolge wollte der Mann zwischen dem 15. und 17. Mai mehrere Moscheen des Islamverbandes Ditib angreifen und die jeweiligen Imame erschießen. Anschließend habe er das türkische Generalkonsulat in München angreifen wollen.

    Pistole, Munition, Rohrbomben und Kilogramme Sprengstoff

    Der Beschuldigte habe sich bereits eine Pistole mit entsprechender Munition sowie „erhebliche Mengen an Materialien für den Bau von Spreng- und Brandvorrichtungen“ verschafft.

    „Aus diesen hatte er ab Februar 2020 bereits insgesamt 23 Rohrbomben sowie 34 Kilogramm Sprengstoff hergestellt.“

    Anschläge in Waldkraiburg

    Im April und Mai soll Muharrem D. in Waldkraiburg vier Anschläge auf Geschäfte türkischstämmiger Inhaber verübt haben. Steine flogen nach Behördenangaben in die Fensterscheiben eines Friseursalons, einer Pizzeria und einer Gaststätte.

    Der Laden eines türkischen Gemüsehändlers sei in Flammen aufgegangen. Bei dieser schlimmsten Attacke in der Nacht zum 27. April hätten sechs Menschen Verletzungen erlitten.

    * Auch IS / Daesh: Terrororganisation, in Deutschland und Russland verboten

    mo/mt

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    Tags:
    IS, Bayern, Deutschland