05:20 04 August 2020
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    Magdeburg will laut aktuellen Medienberichten im Sommer nur drei Gewerbe-Fahrzeuge erlauben, die in einem bestimmten Stadtgebiet Eis verkaufen dürfen. Begründung der Stadt: So könne die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus unter Kunden an Verkaufsstellen im Freien verhindert werden. Der Oberbürgermeister ordnet auch ein „Bier-Verkaufsverbot“ an.

    „Dichtes Gedränge an Eiswagen – das will die Stadt Magdeburg verhindern und erteilt Auflagen für fahrendes Gewerbe im Stadtpark.“ Das berichtete die Magdeburger Zeitung „Volksstimme“ am Mittwoch.

    In den Tagen zuvor hatten sogenannte Verkaufswagen oder Gewerbefahrzeuge, die unter anderem Eis zum Verkauf im Freien anbieten, in der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt „für Ärger gesorgt. Nun handelt die Stadtverwaltung und erteilt Auflagen.“ Lutz Trümper (SPD), der Oberbürgermeister (OB) der Stadt, hatte „am Wochenende, an dem das Riesenrad im Stadtpark (eine Attraktion in Magdeburg, die im Sommer immer viele Besucher anlockt, Anm. d. Red.) eröffnet worden war, kritisiert, dass an der Sternbrücke auf der Seite des Stadtparks zu viele Stände zu dicht beieinander standen“.

    Seine Kritikpunkte im Detail:

    „Dadurch konnten die Magdeburger, die dort nach Eis und anderen Leckereien anstanden, zueinander den Mindestabstand nicht einhalten. Die Eindämmungsverordnung zur Coronavirus-Pandemie schreibt Mindestabstände von eineinhalb Metern vor. An den Eisbuden herrschte aber dichtes Gedränge, weil zahlreiche Menschen im Stadtpark unterwegs waren und die Möglichkeit einer Erfrischung gern in Anspruch nehmen wollten.“

    „Für Eiswagen werden Auflagen erteilt“ – Sprecherin der Stadt

    Auf Drängen des Oberbürgermeisters laufen derzeit „Abstimmungen zwischen dem Ordnungsamt und dem Tiefbauamt, das die Sondernutzung städtischer Flächen erlaubt oder verbietet“. Darüber informierte eine Pressesprecherin des Magdeburger Rathauses auf Anfrage der Zeitung. Demnach stehe fest, dass für Eiswagen bestimmte Auflagen erteilt worden sind:

    „Es dürfen sich maximal drei Wagen an drei markierten Stellen rund um den Heinrich-Heine-Platz in der Stadt aufstellen.“

    „Kein Alkohol-Ausschank mehr aus Verkaufswagen“ – OB

    Darüber hinausgehende Regelungen seien verwaltungsintern noch „in Klärung und Vorbereitung.“ 

    Am Mittwoch erklärte Stadtoberhaupt Trümper außerdem laut weiteren regionalen Medienberichten, dass „vorerst in Magdeburg auf städtischen Flächen kein Bier beziehungsweise Alkohol mehr aus einem Wagen verkauft werden darf“. 

    Der SPD-Politiker habe einem Händler an der Sternbrücke die Erlaubnis entziehen lassen, Bier aus dessen Wagen zu verkaufen. Als Begründung wurde genannt, dass der Wagen nicht die Abstands- und Hygieneregeln nach der Corona-Verordnung eingehalten habe. Weitere Bierwagen wolle Trümper vorerst nicht zulassen. Ausnahmen würden nur für private Flächen gelten. Zudem sollen mit diesem Schritt stationäre Gaststätten geschützt werden. Ein Bierwagen sei für die Stadtentwicklung nicht notwendig, sagte der OB gegenüber Medien.

    Forderung: „Abstandsregeln müssen eingehalten werden“

    Regierung und Verwaltung des Landes Sachsen-Anhalt hatten zuvor öffentlich erklärt, dass es für fahrendes Gewerbe zwar keine konkreten Auflagen in der Pandemie-Verordnung gebe. Dennoch müssten die Abstandsregelungen eingehalten werden. Die Kommune müsse dafür Sorge tragen, dass Auflagen eingehalten werden. „Mit der Markierung für maximal drei Eiswagen rund um den Heinrich-Heine-Platz versucht die Stadt nun zu handeln“, kommentierte die „Volksstimme“.

    Zwischen den Eiswagen müsse ab sofort für ausreichend Abstand gesorgt werden. Das Ordnungsamt solle dies kontrollieren. Außerdem müssten die Wagen als Reisegewerbe alle paar Stunden ihren Standort wechseln, so die Vorlagen der Stadt Magdeburg und des Landes.

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    Tags:
    Verbot, Verkauf, Bier, Magdeburg